Die 5 häufigsten Mythen über Cyber-Sicherheit aus Film und TV

Computer Hacker mit schwarzer Kapuze

Hollywood stellt Hacker meist als unsoziale Freaks dar, die ihr Leben vor Computerbildschirmen verbringen. Die Realität sieht allerdings anders aus, denn Hacker sind ganz normale Menschen. Dies sind die häufigsten Mythen um Hacker:

Mythos Nummer 1: Alle Hacker sind Experten

In Film- und Fernsehserien sind Hacker grundsätzlich Menschen, die ihre ganze Zeit vor dem Computer verbringen. Sie streben danach, ihre Fähigkeiten zu vervollkommnen und widmen ihr Leben dem Hacken. Deshalb werden sie gewöhnlich als einsame und antisoziale Menschen dargestellt, die sich in einem Keller voller Computer verbunkern. Laut Hacker Caleb Brinkman, muss man aber nicht einmal ein Computer-Experte sein, um zu hacken. Man kann relativ einfach und schnell ein Hacker werden, wenn man jeden Tag daran arbeitet. Eine Person ohne mehr als die durchschnittliche Computererfahrung kann sich innerhalb von sechs Monaten zum Hacker trainieren. Man muss nur verstehen lernen, wie Webseiten funktionieren, welche Befehle es gibt und wie man Schwachstellen findet. Man kann Hacken wie einen normalen Beruf lernen.

Mythos Nummer 2. Hacken ist grundsätzlich illegal

Natürlich gibt es Menschen, die Hacken für böswillige Zwecke nutzen. Die meisten Hacker jedoch verwenden ihre Fähigkeit für Forschung und Cyber-Sicherheit. Die so genannten White-Hat-Hacker sind solche, die sich mit der Analyse von Quellcode beschäftigen, um mögliche Schwachstellen zu finden, die beseitigt werden sollten. Nach Brinkman könnte dies als "vorbeugender Vandalismus" bezeichnet werden: Menschen bezahlen einen Hacker, um ihre Website zu hacken und ihnen dann zu sagen, wie es gemacht wurde, damit man diese Lücke füllen kann.


White-Hat-Hacker können auch als ​​"Bounty Jäger" fungieren: Sie suchen nach Viren in Programmen und bekommen dafür eine Entlohnung von der jeweiligen Firma. Facebook, z. B. zahlt $ 500 für den Nachweis eines Virus. Google kann bis zu $ ​​20.000 bezahlen, wenn es sich um einen schwerwiegenden Schwachpunkt handelt.
So stimmt es zwar, dass die meisten Hacker versuchen, die Internet-Sicherheit großer Konzerne zu durchbrechen und in Websites zu hacken, aber nicht, weil sie Anarchisten sind, sondern weil die Konzerne sie dafür bezahlen.

Mythos Nummer 3. Hacker sind unsoziale, exzentrische Freaks

Wie vorher erwähnt, ist Hacken für viele White-Hat-Hacker ein lukrativer Beruf. Es ist also nicht wahr, dass sie alle einsam, unsozial und exzentrisch sind, wie sie gewöhnlich im Film dargestellt werden. Die meisten Hacker arbeiten wie viele andere Menschen in Büros und führen ein völlig normales Leben.

Mythos Nummer 4. Hacker arbeiten blitzschnell

Viele Filme zeigen einen Hacker, der blitzschnell und energisch auf seiner Tastatur herumhackt. Befehle oder Nachrichten erscheinen nur für einen Bruchteil einer Sekunde auf dem Bildschirm und der Hacker muss reaktionsschnell sein, um sie zu erkennen.
In Wirklichkeit ist der Prozess des Hackens viel langsamer und simpler. Er wählt zum Beispiel sein gewünschtes Programm, aktiviert den Befehl und muss danach erst einmal warten, bis der Computer den Prozess zu Ende geführt hat.

Mythos Nummer 5. Als Hacker braucht man hochentwickelte, komplexe Software

In Filmen wirkt die von Hackern verwendete Software unglaublich komplex und anspruchsvoll, überhaupt nicht so, wie unsere normalen Computerprogramme aussehen. Allerdings benutzen viele Hacker herkömmliche Browser-Applikationen. Oft besteht die Arbeit der Hacker daraus, eine Webseite immer und immer wieder neu zu laden, bis man das richtige Programm findet, dass die Seite bricht.

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