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Computersucht
Computer gehören immer mehr zum täglichen Leben, und das schon von klein auf. Die vermehrte und immer einfachere Nutzung der Computer hat allerdings nicht nur Vorteile, denn Fälle von zwanghaftem oder Suchtverhalten im Zusammenhang mit Computern hat sich drastisch erhöht.

Bei Menschen mit bereits existentem Sucht- oder Zwangsverhalten erleichtert der Computer den Zugang, wie zum Beispiel bei Spielsucht oder Kaufsucht. Bei Jugendlichen kann die Sucht nach Computerspielen zum Problemfall werden. Computersucht kann zu Vernachlässigung sozialer Kontakte, Arbeit oder Schule führen und damit die Lebensqualität verringern. Ein Mensch, der computersüchtig ist, fühlt sich gereizt, wenn er keinen Zugriff auf einen Computer hat. Neben psychologischen Problemen können durch Computersucht auch körperliche Symptome wie Migräne, Kopfschmerzen, Augenschäden, Sehnenscheidenentzündung oder Schlafprobleme verursacht werden.

Die Sucht nach Computerspielen gehört zu den am meisten angesprochenen Problemen. Nach Meinung amerikanischer Forscher sind bis zu 9% der Kinder in den USA suchtgefährdet. Bereits bestehende Depressionen können durch Computerspielsucht verstärkt werden. Es ist allerdings wichtig zu bemerken, dass nur eine geringe Prozentzahl aller Computerspieler süchtig sind, die meisten zeigen keine Anzeichen für Suchtverhalten.

Andere Formen der Computersucht zeigen sich durch Online-Shopping, Online-Pornographie oder Online-Partnerschaften. Das Internet bietet viele suchtanregende Attraktionen, die ähnlich anziehend wirken können wie ein Spielautomat.

Wenn Computersucht extreme Formen annimmt, kann sie in Einzelfällen sogar zum Tod führen. Ein Mann in Südkorea starb, nachdem er 50 Stunden beinahe ununterbrochen "Starcraft" gespielt hatte. Ein Chinese starb im Jahr 2007 nach drei Tagen durchgehendem Spielen im Internet. Solche Fälle sind allerdings ausgesprochen selten und erfordern konsequente Vernachlässigung der natürlichen Bedürfnisse während des Spielens.

Computersucht tritt in den meisten Fällen nicht als alleiniges Phänomen auf, sondern geht vielmehr Hand in Hand mit bereits bestehenden psychischen Störungen. Deshalb kann Computersucht an sich auch nicht geheilt werden, bis die zugrunde liegende ursprüngliche Verhaltensstörung behandelt worden ist. Bei bloßem Entzug des Zugriffs auf Computer wird der Betroffene sich eher ein anderes Ventil für seine Störung suchen und bei nächster Gelegenheit wieder rückfällig werden. <
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