Die Sorge vor erhöhtem Haarausfall nach einer Geburt trägt wesentlich zum normalen Stress der neuen Mutterschaft bei. Viele Mütter leiden nach einer Geburt unter Depressionen, unter Anderem aufgrund ihrer äußeren Erscheinung. Fallen die Haare aus, verstärkt sich das Gefühl des Unattraktiv-seins.
Wie vermindert man Haarausfall nach einer Schwangerschaft?
Die Ursache des Haarausfalls nach einer Geburt
Haare wachsen in drei Stufen: die anagene oder Wachstumsphase, die katagene oder Übergangsphase und die telogene oder Ruhephase. Schwangerschaftshormone hält die Haarwurzel in der anagenen Phase, d.h. das Haar wächst schneller und wirkt voller, besonders bei kurzen Haaren. Am Ende der Schwangerschaft, wenn die Hormone sich normalisieren, gehen mehr Haare in die katagene Phase und schließlich in die telogene Phase über, daher der medizinische Name für Haarausfall nach einer Geburt: telogen effluvium. Haare in der telogene Phase bleiben auf dem Kopf etwa 100 Tage, bevor die ausfallen. Deshalb beginnt der Haarausfall oft 3 bis 4 Monate nach der Geburt und kann bis zu einem Jahr anhalten. In der Regel reduziert sich das Volumen der Haare zu dem, welches vor der Schwangerschaft vorhanden war. Viele Frauen haben sich an ihr dickeres Haar gewöhnt und fühlen sich kahl. Haarausfall ist außerdem eine häufige Reaktion auf stressige Situationen. Eine besonders komplizierte Geburt kann daher zu erhöhtem Haarausfall führen.
Reduzierung der Haarausfalls
Da der Haarausfall nach einer Schwangerschaft durch Hormone gesteuert wird, kann er nicht vollständig verhindert werden. Allerdings kann man Haarausfall durch Vitamine und Diät kontrollieren und neuen Haarwuchs anregen. Die folgenden Tipps werden bei der Reduzierung des Haarausfalls und der Haarneubildung helfen:
Schwangerschaftsvitamine auch nach der Geburt noch weiter einnehmen. Viele Frauen nehmen Schwangerschaftsvitamine regulär ein wegen der positiven Wirkung auf Haare, Haut und Nägel. Besonders Biotin (Vitamin H), Kieselerde, Kalzium und Zink regen das Haarwachstum an und stärken die Haare.
Kopfhautmassagen regen den Blutkreislauf an, welcher wiederum die Haarfollikeln stimuliert. Kopfhautmassage kann man mit den Fingern machen oder mit einer Bürtste, wobei die Bürste nur nach dem Durchkämmen der Haare als Massagegerät benutzt werden sollte, um verknotete Haare nicht auszuziehen.
Die Geburt sollte so entspannt wie unter den gegebenen Umständen möglich ablaufen. Gründliche Information, angenehme Umgebung und Unterstützung während und nach der Geburt werden das traumatische Erlebnis minimieren.
Keine fettigen Cremes und Haarmasken verwenden, die die Poren verstopfen können.
Milde Schampoos verwenden. Die neuen Haare erscheinen am Anfang dünner als der Rest der Haare, da die Haarspitzen verjüngt sind. Beim Schneiden der neuen Haare kann man sehen, dass sie ihre normale Dicke erreichen. |