
Es kann ganz schön unangenehm sein, in einem fremden Land nicht zu wissen, wie man sich richtig verhält.
Bevor man in eine unbekannte Kultur reist oder emigriert, ist es ratsam, sich über die Gepflogenheiten des Landes zu informieren, damit man keine negativen Erfahrungen macht, bzw. keinen negativen Eindruck hinterlässt.
Wie bereitet man sich darauf vor, sich in einer fremden Kultur zurecht zu finden?
Informiere dich so gründlich wie möglich über das Land, in das du reisen willst, um die fremde Kultur besser zu verstehen. Es ist frustrierend und peinlich, sich in einem neuen Umfeld anpassen zu müssen, wenn man nichts darüber weiß. Konzentriere dich dabei besonders auf typisches Essen, gesellschaftliche Bräuche, religiöse Tabus und die allgemeine Einstellung gegenüber Fremden.
Bereite dich seelisch auf den Wechsel vor. Es scheint zwar offensichtlich, aber viele Leute reisen oder emigrieren in ein fremdes Land und wundern sich dann, wie anders alles ist. Meist haben sie dann schon die ersten Fauxpas begangen. Frage andere Leute nach ihren Erfahrungen mit der neuen Kultur.
Wenn du als Blonde Person in ein südliches Land gehst, rechne damit, dass du angestarrt wirst, denn du siehst für die Einwohner seltsam aus. Wenn die das unangenehm ist, versuche, dich zurecht zu machen, dass du weniger hervor stichst.
Bereite dich auf Sprachschwierigkeiten vor. Selbst wenn du fließend Englisch sprichst, gibt es in jedem Englischsprachigen Land Unterschiede im Sprachgebrauch. Lerne die landesüblichen Spracheigenheiten, um eventuelle Peinlichkeiten zu vermeiden. Ein “thong” zum Beispiel ist in Australien ein Flipflop (eine Sandalenart), in Großbritannien nennt man so einen Tanga-slip.
Die schnellste und leichteste Art, sich in der neuen Kultur einzuleben ist, mittendrin zu sein. Sprich mit den Einwohnern, verbringe viel Zeit in der Gesellschaft. Übe die neue Sprache, in dem du andere Leute ansprichst und versuchst, Freunde zu finden. Zeige Interesse an den Leuten und an ihrem Land, dann interessieren sie sich auch für dich.
Lerne die Gesetze und Regeln. Informiere dich, welche Verkehrsregeln anders sind, als die, die du kennst.
Auch wenn man in warmen Ländern viele Urlauber sieht, die schamlos im Bikini durch die Einkaufszentren spazieren, mach bitte nicht den gleichen Fehler, wenn du dort leben willst. Mit aller Wahrscheinlichkeit ist es nämlich verpönt.
Versuche nicht, deine eigene Kultur bei anderen durchzusetzen. Denk daran, du bist in der Minderheit und du bist in ihrem Land, also musst du dich anpassen.
Halte dich zumindest am Anfang mit Kritik über Land und Kultur zurück. Dir als Fremdem gegenüber werden die Leute defensiv reagieren.
Häufige Fehler
- In überwiegend katholischen Ländern gilt es als unanständig, im Trägerhemd und Minirock ein Gotteshaus zu betreten. Respektiere das, auch wenn du dir nichts dabei denkst.
- In asiatischen Ländern betritt man ein Haus nicht mit Schuhen, sorge also dafür, dass deine Socken sauber sind und keine Löcher haben.
- In England gibt es die viel gerühmte Warteschlange, in der jeder höflich wartet, bis er an der Reihe ist. Es gilt als beleidigend, den Bürgersteig zu versperren, in dem man sich in einer Gruppe von Leuten dort unterhält.
- In osteuropäischen Ländern müssen Frauen häufig ihr Haar bedecken, bevor sie eine Kirche betreten.
- In Spanien und Italien ist es üblich, einen Besucher auf einen Rundgang durch die Wohnung zu führen, einschließlich der Schlaf- und Badezimmer.
- In Japan ist es extrem unhygienisch, sich in der Öffentlichkeit die Nase zu putzen.
- In manchen Ländern gilt der Händedruck als unhygienische Form der Bazillenübertragung. Je nach Kultur wird auf eine Wange geküsst, auf beide oder sogar mehrmals hin und her. Dabei bitte darauf achten, welche Form der Begrüßung üblich ist, ob Frauen und Männer sich auf die gleiche Art begrüßen und ob beim Wangenkuss der Mund wirklich die Wange berührt oder es mehr ein “Wangenreiben” ist.
- Aufstoßen ist in manchen indischen Staaten ein Ausdruck zufriedener Sattheit nach einer Mahlzeit.
- Die berühmte deutsche Pünktlichkeit gibt es nicht überall. Oft heißt 3 Uhr nicht genau drei Uhr, sondern viertel nach, vier Uhr oder sogar einfach 'gelegentlich'. “Morgen” wird manchmal als Umschreibung für “irgendwann mal” benutzt, vor allem in Spanien (Die “Mañana-Mentalität).

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