
Die Durianfrucht, auch als Käse- oder Stinkfrucht bezeichnet, ist eine stachelige Frucht ursprünglich aus Borneo, die in den meisten Südostasiatischen Ländern inzwischen kultiviert wird. Wer schon in asiatischen Ländern gereist ist, wird festgestellt haben, dass in öffentlichen Transportmitteln sowie in vielen öffentlich zugänglichen Etablissements Hinweisschilder ein Verbot der Durianfrucht aufstellen.
Schuld an der Unbeliebtheit der Frucht ist der intensive, für viele Menschen abstoßende Geruch. In Malaysia ist es verboten, die Käsefrucht in der Öffentlichkeit zu essen, denn der Gestank stört die Mitmenschen und verursacht nicht selten Übelkeit. Der Gestank wird oft mit verschwitzten Socken, Erbrochenem, verrottendem Gemüse, Katzenurin oder Abwasser verglichen. Wer über den Geruch hinwegkommt und die Frucht isst, findet einen fruchtig-leckeren Geschmack.
Der Gestank geht von dem essbaren Fruchtfleisch aus, der selbst durch die intakte Schale dringen kann. Es kann sehr lange dauern, bis der penetrante Geruch wieder verschwindet, besonders wenn er durch das Lüftungssystem der Klimaanlagen überall verteilt wird.
Durian wird meist nicht gepflückt, sondern erst gesammelt, wenn die reife Frucht vom Baum herunterfällt, denn das Pflücken unreifer Durianfrüchte ist eine Schande und kann sogar bestraft werden. Nach dem Sammeln der reifen Frucht muss diese innerhalb von 5 Tagen konsumiert werden.
Manche Völker sagen der Käsefrucht aphrodisische Eigenschaften nach. Deshalb wird die Frucht gern als Hochzeitsgeschenk gegeben. Nach dem Essen bekommen viele Menschen Hitzewallungen, was wahrscheinlich an dem hohen Fettgehalt liegt. Die chemische Zersetzung im Körper ist ähnlich dem des Alkohols.
Foto: Guillaume Paumier / Wikimedia Commons, CC-BY-3.0
www.gpaumier.org

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