
Wenn einer der beider Partner eine schlimme Diagnose bekommt, belasten Schmerzen und Ängste oft nicht nur den eigenen Körper, sondern auch die Beziehung. Um die Beziehung und das Zusammenleben harmonisch zu halten, müssen der gesunde und der kranke Partner gleichermaßen Sorge tragen.
Was kann der gesunde Partner in der Beziehung tun
- Rücksichtnahme auf den Gesundheitszustand des Partners nehmen. Öfter mal fragen, wie sich der Partner fühlt, was er empfindet und was ihn nervt. Man sollte nicht voraussetzen, zu wissen, was der Partner denkt.
- Die Krankheit und damit verbundene Schwierigkeiten können ruhig angesprochen werden. Auch der gesunde Partner muss lernen, mit der Situation umzugehen und darf traurig, ängstlich oder wütend sein. Man sollte seine eigenen Sorgen nicht in sich hineinfressen, um den kranken Partner zu schonen.
- Auch alltägliche oder unwichtige Themen können und sollen sogar besprochen werden. Trotz Krankheit geht das Alltagsleben weiter und normale Probleme müssen gelöst werden.
- Verständnis zeigen, wenn der Partner gereizt ist und überreagiert, denn Schmerzen belasten die Nerven.
- Man sollte dem Partner sagen, wenn man sich nach Liebe und Zärtlichkeit sehnt, allerdings ihn nicht unter Druck setzen.
- In der Sexualität sollten Kompromisse geschlossen werden zugunsten des kranken Partners.
- Auch andere Formen der Zuneigung wie Umarmungen sind wichtig, denn der Partner braucht Trost und seelische Unterstützung.
- Nicht überfürsorglich sein. Der Partner sollte trotz Krankheit in seiner Selbständigkeit unterstützt werden.
- Die eigenen Bedürfnisse, Freunde und Hobbys sollten höchstens eingeschränkt, aber nicht vollkommen aufgegeben werden, denn sie verleihen Kraft.
- Bei gemeinsamen Aktivitäten sollte man sich nach dem Kranken richten.
- Was kann der kranke Partner in der Beziehung tun
Der Kranke sollte nicht erwarten, dass der Partner automatisch weiß, was in ihm vorgeht und wie er sich fühlt.
- Wichtige Gespräche sollten in den Momenten stattfinden, wenn es dem Kranken gutgeht, dann können sich beide besser austauschen.
- Nicht nur über die Krankheit sprechen, sondern auch andere Themen wählen. Vor allem sollte sich der Kranke für das Leben und die Gefühle des gesunden Partners weiterhin interessieren.
- Hilfreich ist ein eigener Freundeskreis oder eine Selbsthilfegruppe mit Menschen in ähnlichen Situationen.
- Liebe und Zärtlichkeit sollte der Kranke zuzulassen versuchen. Trotz der Krankheit hat der gesunde Partner weiterhin sexuelle Bedürfnisse, die bei zunehmender Unbefriedigung der Beziehung nachhaltig schaden.
- Verständnis für den gesunden Partner zeigen, denn auch er leidet unter der Situation und braucht Trost.
- Der gesunde Partner braucht Freiraum für seine eigenen Hobbys und freunde, auch wenn der Kranke sich daran nicht beteiligen kann.
- Keine Eifersucht zeigen, dass der gesunde Partner Dinge tun kann, die der Kranke nicht kann, vor allem diese dem Partner nicht vorwerfen.
- Gemeinsame Aktivitäten, die der Kranke zumindest für kurze Zeit meistern kann, sollten nicht aufgegeben werden.
- Der kranke Partner sollte dem gesunden Partner ab und zu mal für seine Hilfe und Unterstützung danken.

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