älteres Ehepaar

Schnarchen stellt für jedes Paar eine Belastung dar. Wenn der Partner schnarcht, hat das eine enorme Auswirkung auf den Schlaf, die Belastungsfähigkeit im Alltag und damit die Beziehung mit dem Partner. Die Hälfte aller Menschen in einer partnerschaftlichen Beziehung geben an, dass ihr Partner schnarcht.

 

Etwa ein bis drei Stunden Schlaf geht durch das Schnarchgeräusch pro Nacht verloren. Das Schnarchen misst gewöhnlich zwischen 60 und 90 Dezibel, welches einem Presslufthammer entspricht.

 

Schlafmangel hat Reizbarkeit, Schläfrigkeit am Tage, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen zufolge. Dadurch verschlechtert sich die Produktivität und verursacht Stress und Streit zwischen den Partnern.

 

Schnarchen wirkt sich auch aus das Liebesleben negativ aus. Nicht nur fühlen sich viele Menschen weniger vom Partner sexuell angezogen, wenn dieser schnarcht, einige schlafen sogar lieber in getrennten Schlafzimmern.

 

Schnarchen ist mittlerweile so verbreitet, dass es beinahe als normal akzeptiert wird. Zwei Drittel aller Paare mit Schnarchproblemen tun nichts dagegen, die Situation zu verbessern.

 

Bei Gelegenheitsschnarchern funktioniert es oft, den Partner anzustoßen oder leicht zu schütteln. Dadurch wacht er kurzfristig auf und sinkt in eine bequemere Position, in der er nicht mehr schnarcht. Bei regelmäßigen Schnarchern wirkt diese Methode leider nicht.

 

Meist ist sich der Schnarcher selbst gar nicht darüber bewusst, dass er ein Schnarchproblem hat, daher ist es in der Regel dem nicht schnarchenden Partner überlassen, Schritte einzuleiten, um das Problem zu beheben.

 

Die üblichen Methoden gegen Schnarchen sind Gewichtsabnahme, Ändern der Schlafposition, etc. Es gibt aber auch Maßnahmen, die der nicht schnarchende Partner einleiten kann, um seinen Schlaf zu verbessern. Ein größeres Bett kann schon Wunder wirken. Nur 30 oder 40cm weiter vom Schnarcher entfernt zu schlafen, macht einen Unterschied. Man kann Ohrstöpsel tragen, um den Geräuschpegel zu lindern oder sanfte, entspannende Musik im Hintergrund laufen lassen.

 

Schnarchen sollte nicht einfach akzeptiert werden, wenn es den Partner in seinem Alltagsleben stört und behindert. Wenn alle Hilfsmaßnahmen nichts nützen, muss sich der Schnarcher einer Therapie unterziehen. Wenn er nicht freiwillig gehen will, sollte der Partner ihm ein Ultimatum setzen.

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