
Auf den ersten Blick haben Geschirrspüler den Ruf, mehr Energie zu verbrauchen, weshalb das Spülen von Hand im Spülbecken als umweltfreundlicher betrachtet wird.
Untersucht man allerdings die einzelnen Methoden genauer, wendet sich das Blatt.
Die heutigen Geschirrspüler, zumindest diejenigen mit guten ökologischen Wertungen, sind speziell auf geringen Strom- und Wasserverbrauch eingestellt. Bei einer Studie aus dem Jahr 2005 an der Universität Bonn fand man heraus, dass die Spülmaschinen deutlich weniger Wasser verbrauchten. Verwendet wurden die energieärmsten Modelle aus den Jahren 2002 bis 2004. Jede Spülmaschine wurde mit einem vollständigen Service für 12 Personen gefüllt. Die Spülmaschinen verbrauchten für einen Waschgang 15 Liter Wasser und eine Kilowattstunde Strom. Im Gegensatz dazu verbrauchten die 113 als Handspüler angestellten Testpersonen 103 Liter Wasser.
Natürlich muss dabei die individuelle Spülmethode bedacht werden; so gibt es Personen, die unter laufendem Wasser spülen und solche, die mit dem gleichen Wasser in der Spüle spülen. Doch die 113 Testpersonen zeigten eine Vielfalt an Spülmethoden, von denen die sparsamste deutlich über 15 Liter Wasser verbrauch lag.
Auch bezüglich des Spülmittels kann man heutzutage davon ausgehen, dass die Spülmaschinentabletten relativ geringe Schadstoffe ins Abflusswasser ablassen, vor allem, wenn man phosphatfreie Produkte verwendet. Wer noch umweltfreundlicher sein möchte, ersetzt den Klarspüler durch gewöhnlichen Essig. Der Essig kann einfach ins Klarspülfach gegeben werden.
Nun geben viele Gegner der Spülmaschine zu bedenken, dass die Spülmaschine Strom verbraucht, ob energiesparsam oder nicht, während die spülende Person keinen Strom verbraucht. Dem ist entgegenzusetzen, dass gewöhnlich mit heißem Wasser gespült wird und dieses Wasser auf verschiedene, energieverbrauchende Weise erhitzt wird. In den meisten Fällen handelt es sich um elektrische Wasserboiler.
Fazit: Geschirr spülen mit der Spülmaschine ist umweltfreundlicher als Spülen mit der Hand, solange man energiesparsame Modelle verwendet.
Tags:
Lesezeichen setzen
Als Email versenden
Trackback(0)
Kommentare (1)

Roni
said:
|
... Die Geschichte hat mehrere Haken. Die Geschirrspühlmaschine hat bereits sehr viel Energie verbraucht und Umweltschäden angerichtet bevor sie genutzt werden kann. Weiter muss die Maschine auch noch entsorgt werden. Der BWLer wird aufmerksam feststellen, dass diese Maschine auch Stellplatz benötigt was bei den derzeitigen Quatratmeterpreisen für Wohnraum doch einiges ausmacht und weiter wird der verbrauchte Wohnraum auch beheitzt und mit Licht versorgt :-)und weiter wird die Maschine selber auch gesäubert und vielleicht auch noch repariert, was wiederum Unweltbelastung darstellt. Der Mensch als Geschirrspüler hingegen hat zumindest die Möglichkeit sich umweltgerecht mit Energie zu versorgen. |
Kommentar schreiben
| Ähnliche Hilfe / Beratung: |
|---|
|


