
Durch technische oder atmosphärische Elektrizität (Blitz) kann man einen Stromschlag bekommen, der durch den Körper des Betroffenen fliesst.
Ein Stromschlag kann je nach Stromstärke und Stromeinwirkungsdauer leichte bis lebensbedrohliche Verbrennungen, temporäre oder irreversible Gewebeschäden oder einen traumatischen Schock auslösen.
Die Schwere des Elektrounfalls wird durch Stromspannung, Stromstärke, Stromeinwirkungsdauer, Hautwirderstand und Stromweg beeinflusst. Mit der Höhe der Voltzahl nimmt die Gewebeschädigung zu. Die Zeit, die der Körper dem Stromschlag ausgesetzt ist, beeinflusst die Art der Verletzung; ein starker Blitz, der nur sehr kurze Zeit einwirkt, kann elektrische Imulse im Körper stören, hinterlässt aber oft nur geringe Verbrennungen. Nasse oder feuchte Haut ist bis zu 40% leitfähiger als trockene Haut, bietet also weniger Widerstand. Bei geringerem Hautwirderstand fliesst der Strom direkt durch den Körper und verbrennt innere Gewebe, während der bei hohem Hautwiederstand sich auf der gesamten Hautoberfläche ausbreitet und die Haut nicht durchdringt.
Bei einem schweren Elektrounfall, vor allem, wenn der Betroffene bewusstlos ist, muss unbedingt sofort der Notarzt gerufen werden. Bis zum Eintreffen des Arztes kann man folgende Sofortmassnahmen anwenden:
Sofortmassnahmen
Die Hauptsicherung ausschalten.
Ist der Strom nicht abzuschalten, sollte man versuchen, den Betroffenen von der Stromquelle zu entfernen, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben. Man darf dabei weder die Stromquelle, noch den Bewusstlosen berühren. Am besten stellt man sich auf eine Gummimatte und bewegt den Betroffenen mit einem Stock aus nicht leitendem Material, wie trockenes Holz, oder ein Stück Baumwolle oder Seil. Egal, was benutzt wird, es muss trocken sein!
Ist der Bewusstlose aus der Stromquellenzone entfernt, soll man Atmung und Puls überprüfen, und gegebenenfalls Widerbelebungsmassnahmen anwenden.
Ist der Betroffene ansprechbar, sollte man sicherheitshalber keine Flüssigkeit verabreichen, damit das Gehirn nicht anschwillt. Eventuell kann ein leichtes Beruhigungsmittel gegeben werden.
Vorbeugung gegen Elektrounfälle im Haushalt
Nicht benutzte elektrische Haushaltsgeräte vom Netzwerk trennen.
Defekte Elektrokabel oder Stecker sofort ersetzen lassen.
Steckdosen und Stromleitungen nicht überlasten.
Nicht benutzte Steckdosen mit einer Schutzklappe sichern.
Elektrische Geräte nicht in der Nähe von Badewanne, Dusch oder Spüle benutzen.
Nicht mit Strom experimentieren, liber den Elektriker rufen.
Vorbeugung gegen Blitzschlag bei Gewitter
Schon beim ersten Donner einen geschützten Ort suchen.
Wer sich auf freiem Feld befindet, sollte sofort alles fallen lassen, was Elektrizität leitet und sich eine trockene Mulde suchen. Dort in die Hocke gehen und den Kopf zwischen die Knie legen, um eine möglichst geringe Oberfläche zu bieten.
Nicht unter einzelne hohe Bäume stellen.
Wer sich im Wasser befindet, muss sich sofort an Land begeben.
Wer gerade im Auto unterwegs ist, ist dort sicher (Farraday'scher Käfig). Das Radio ausschalten und nicht das Handy benutzen.
Nicht telefonieren, weder mit Handy noch Festnetz, da der Blitz durch elektrische Impulse angezogen wird.

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