Haben Sie das schon einmal gehört, dass auch die Männer von schwangeren Frauen mitunter einige Kilos zulegen und sogar ähnlich geformte Bäuche heranzüchten, wie ihre schwangeren Partnerinnen?
Dies ist kein Ammenmärchen, sondern passiert wirklich in nicht wenigen Fällen. Die Gründe hierfür können aber vielfältig sein und müssen nicht unbedingt eine tiefe, psychologische Bedeutung haben.
Warum nimmt der Mann zu, wenn die Frau schwanger ist?
Auf der einen Seite kann die Gewichtszunahme natürlich darauf zurückgeführt werden, dass der Appetit der Frau während der Schwangerschaft oft gehörig in die Höhe schnellt und er ihre Lust auf Essen einfach teilt, bzw. sie, wenn sie normalerweise das Kochen übernimmt, die Portionen auch dementsprechend größer ausfallen lässt. Es heißt zwar, Frau sollte nicht für Zwei essen, wenn sie schwanger ist, denn das ist nicht notwendig. Der Nährwertbedarf steigt zwar in der Schwangerschaft, der Kalorienbedarf aber nur um ca. 250-300 Kalorien pro Tag. Das entspricht wenig mehr als einem Joghurt und einer Scheibe Brot mit Wurst.
Viele Frauen, die aber sonst auf ihre schlanke Linie sehr bedacht sind und sich generell beim Essen zügeln, um diese nicht zu verlieren, können ihren Essgelüsten schon einmal schneller erliegen, als unter normalen Umständen. In der Schwangerschaft löst der sehr durcheinander geratene Hormonhaushalt besonders bei sehr schlanken Frauen einen sehr großen Appetit aus, dem sie nun oft nicht mehr widerstehen können und sich eher gehen lassen, als sie es sonst tun würden.
Andere Theorien – meist von den Frauen selbst aufgestellt - belaufen sich darauf, dass die Männer etwas eifersüchtig sind darauf, dass die Frau ein Kind gebären kann und somit aus reinem Wunschdenken selbst einen Bauch entwickeln.
Wieder andere weiten die Symptome auf den Allgemeinzustand aus und wollen auch beobachtet haben, dass ihre Männer nicht nur mit ihnen zunehmen, sondern auch zickig werden und empfindlich.
Es könnte sich allerdings auch mit etwas anderem als Eifersucht erklären lassen, nämlich damit, dass die Männer sich nun, bewusst oder unbewusst, Sorgen darüber machen, wie sie als Väter sein werden und wie sie ihre Familie versorgen sollen.
Da dies ein Hauptanliegen auch des modernen Mannes ist, scheint es durchaus möglich, dass es sich auf die Laune niederschlagen könnte und auch auf die Pfunde. Frust-und Sorgenfressen kennen mit Sicherheit nicht nur die Frauen.
Es gibt ebenso Männer, die scheinbar aus Solidarität mit der Frau mitessen, damit sie sich in ihrer Rolle als rund werdendes Etwas nicht zu alleine fühlt.
Fragt sich, ob den Männern auch bewusst ist, dass sie nach der Schwangerschaft und Geburt des Kindes einen gewissen Nachteil haben, denn ihre Kilos dürften weniger schnell abgebaut werden. Stillt die Frau nämlich, so ist es für sie meist kein sehr groβes Problem, Teil der zugenommenen, oder alle Kilos, schnell wieder loszuwerden.
Derjenige, der die Diät beginnen muss, könnte somit der Mann sein, wenn er, aus welchen Gründen auch immer, zugenommen hat.
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