
Grapefruit (Pampelmuse) oder Grapefruitsaft kann Wechselwirkungen bei Medikamenten hervorrufen.
Grapefruit ist eine sehr gesunde Frucht und wird gern als Bestandteil des Frühstücks verzehrt. Die Frucht hat wie alle Zitrusfrüchte eine natürliche Vitamin C Quelle und Ballaststoffe. Doch wer rezeptpflichtige Medikamente einnimmt, sollte sich über die möglichen Wechselwirkungen zwischen ihrem Medikament und der Grapefruit bewusst sein. Als in den 80er Jahren diese Wechselwirkungen bekannt wurden, empfahl man den Patienten lediglich, das Medikament getrennt von der Frucht einzunehmen. Inzwischen weiss man aber, dass Grapefruit oder Grapefruitsaft überhaupt nicht mit bestimmten Arzneimitteln zusammen konsumiert werden darf.
Die meisten Medikamente, die oral eingenommen werden, werden von Enzymen in den Verdauungsorganen und der Leber zersetzt. Die Grapefruit enthält natürliche Stoffe, die die Aktivität eines dieser Enzyme, dem CYP3A4, hemmen. Das Enzym CYP3A4 ist notwendig, um viele gebräuchliche Medikamente zu zersetzen. Wird dieses Enzym durch die Grapefruit gehemmt, kann dies zu einer Veränderung der Menge des Medikamentes im Blut führen. Es gibt entweder zuviel oder zu wenig des Medikamentes im Blut.
Nicht jedes Medikament wird durch Grapefruit beeinträchtigt. Die meisten rezeptfreien Arzneimittel sind nicht betroffen. Folgende Medikamente weisen Wechselwirkungen mit Grapefruit auf:
Amiodaron für das Herz
Nifedipin für Blutdruck
Triazolam und Midazolam für Dämmerschlaf vor einem operativen Eingriff
Enthromycin für Infektionen und Gastroparese
Tacrolimus für Immunosuppression
Simvastatin und Lovastatin für Cholesterin
Einige dieser Wechselwirkungen können gefährlich sein. Erythromycin, welches als Antibiotikum und zur Verdauungsanregung bei Gastroparese genommen wird, kann in Kombination mit Grapefruit zu Herzarrhythmia führen.
Bei jeglichen Zweifeln erkundigen Sie sich sicherheitshalber bei Ihrem Arzt.

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