 Das Gegenteil von hoch ist niedrig, das Gegenteil von hohem Blutdruck ist niedriger Blutdruck, aber die Umkehrung eines gefährlichen Leidens wie der Hypertonie (Bluthochdruck), bedeutet leider nicht automatisch, dass es sich bei der Hypotonie (niedriger Blutdruck) um ein positives Phänomen handelt.
Wer niedrigen Blutdruck hat, der leidet ebenfalls, kann aber beruhigt sein, denn es liegt keine lebensgefährliche Krankheit vor. Trotzdem können die Ursachen für niedrigen Blutdruck aber von anderen Leiden, wie u.a. Unterfunktion verschiedener Körperdrüsen oder einer Herzerkrankung herrühren, die mitunter behandlungsbedürftig sind.
Menschen, die einen niedrigen Blutdruck haben, kennen häufig, aber nicht immer, Symptome, die mehr oder weniger belastend sein können. Sie erfahren Schwindelanfälle, können sich schlecht konzentrieren, brauchen oft länger, bis ihr Kreislauf in Gang kommt, besonders morgens beim Aufstehen und sind häufiger von Müdigkeit geplagt, auch wenn sie ausreichend schlafen. Auch Wetterumschwung und Temperaturwechsel werden von Menschen mit niedrigem Blutdruck schlechter verarbeitet als von anderen.
Ab wann hat man niedrigen Blutdruck?
Von niedrigem Blutdruck spricht der Arzt erst, wenn die Blutdruckwerte über einen längeren Zeitraum unter den Normalwerten liegen. Für Frauen beginnt dies bei 100/60 mm Hg (Millimeter Quecksilbersäule) bei Männern bei 110/70 mm HG. Dabei beschreibt der erste Wert immer die Kraft, mit der das Herz Blut aus den Kammern in die Gefäße pumpt, der zweite Wert den Zustand der Ruhe des Herzens und des Zusammenziehens der Gefäße, damit sich die Herzkammern erneut mit Blut füllen können.
Was hilft gegen niedrigen Blutdruck?
Ist der Blutdruck zu niedrig, so kann das Blut in den Beinen versacken und im Gehirn fehlen, was die Schwindelanfälle bis hin zur Ohnmacht auslösen kann. Um dem entgegenzuwirken, sollte man bei längerem Sitzen oder Stehen die Beine immer wieder bewegen, wippen, die Füße kreisen lassen.
Auch die regelmäßige sportliche Betätigung, hilft, die Folgen eines niedrigen Blutdrucks auszugleichen, denn Sport stärkt das gesamte Herz-Kreislaufsystem
Schwimmen, Wandern, Gymnastik oder Fahrradfahren sind besonders geeignet, denn sie stellen eine recht gleichmäßige Belastung für den gesamten Körper und alle Muskeln dar.
Jedoch auch die Ernährung spielt wie immer eine Rolle. Menschen mit sehr niedrigem Blutdruck sei es, bis auf wenige Ausnahmen erlaubt, ihre Nahrung stärker zu salzen, denn Kochsalz sorgt dafür, dass mehr Flüssigkeit im Körper bleibt und der Blutdruck steigt.
Auch die direkte Zufuhr an Flüssigkeit bewirkt, dass der Blutdruck sich normalisiert. Steigert man also die normale Flüssigkeitsmenge auf bis zu drei Liter pro Tag, wird sich ebenfalls ein positiver Effekt einstellen.
Stark reduzieren sollte man hingegen harntreibende Getränke, wie schwarzer Tee, Kaffee und alkoholische Getränke, die das Gegenteil bewirken.
Kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sind einer großen Mahlzeit vorzuziehen, da diese den Blutfluss um die Verdauung in Gang zu setzen auf die Darmgegend konzentriert und somit die Beschwerden von niedrigem Blutdruck auch nach sehr üppigen Mahlzeiten verstärkt auftreten können.
Des weiteren hilft es, sich morgens beim Aufstehen langsam in die senkrechte Position zu begeben, zunächst eine Weile am Bettrand zu sitzen, um Schwindel vorzubeugen.
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