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Foetus mit Nabelschnur

Seit einigen Jahren kann man das Nabelschnurblut von Neugeborenen bei verschiedenen Firmen sozusagen auf Lebzeit hinterlegen lassen, für den Fall, dass es einmal notwendig sein sollte, es für die Heilung einer schweren Krankheit, wie etwa Krebs, einzusetzen.

Das Nabelschnurblut wird von Eltern als Chance gesehen, ihren Kindern im Falle einer Krankheit Hilfe zu garantieren, denn Spender für z.B. Rückenmark bei Blutkrebs sind rar gesät, müssen sie doch viele Kriterien erfüllen, um als solche in Frage kommen zu können.


Die Firmen bauen darauf, dass Eltern alles tun, um für ihre Kinder vorzusorgen, so auch viel Geld für einen Service auszugeben, der fraglich ist.  Die Firmen sind unter Kritik geraten, da sie in erster Linie am Profit interessiert sind und nicht die gesamten verfügbaren Informationen liefern, die notwendig wären, um sich ein realistisches Bild zu machen.

Kommerzielle Nabelschnurblutbanken konzentrieren sich darauf, Eltern mitzuteilen, dass es nur sinnvoll sei, die eigenen Stammzellen für eine Behandlung zur Verfügung zu haben, vergessen aber hinzuzufügen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass die Person auch tatsächlich einmal in den Genuss des Einsatzes des Nabelschnurblutes kommen würde, selbst im Falle einer schweren Krankheit.

Das Nabelschnurblut reicht bestenfalls für die Behandlung eines Kindes aus, nicht aber für einen Erwachsenen Menschen und bei einer tatsächlichen Erkrankung an Blutkrebs, würde nicht auf das eigene Nabelschnurblut zurückgegriffen werden können, da es das Risiko einer erneuten Erkrankung erhöhen würde, schließlich ist die kranke Person selbst Spender gewesen.

Da die Geschäftsidee trotzdem erfolgreich ist, und dieser Erfolg auch weiterhin gesichert ist, wird alle Kritik abgewiesen und darauf hingewiesen, dass auch andere Krankheiten behandelt werden können, wie etwa Rheuma oder Multiple Sklerose.  Auch hier wird lediglich mit Versprechungen gelockt, die derzeit allenfalls im Rahmen des Möglichen liegen, sich aber noch in weiter Ferne der Forschungszukunft befinden.

Die Idee ist also gut und wer das Geld hat, um es anzulegen, wird dies wohl auch weiterhin tun, für den Fall der Fälle.  Dass allerdings auch öffentliche Nabelschnurblutbanken existieren, deren Inhalte für alle zugängig sind, scheint die bessere Entscheidung zu sein und hoffentlich Garant dafür, dass das eingefrorene Nabelschnurblut tatsächlich einmal ein Leben retten wird - in absehbarer Zeit, oder wenigstens den Zwecken der Forschung dienlich wird.

Fakt ist, dass das Nabelschnurblut und die in ihm enthaltenen Stammzellen ein hochinteressanter Bereich der Forschung sind, denn die Züchtung von Gewebe für Knochen, Herz, oder Muskeln wird mit ihr angestrebt.  Sollte dies erfolgreich möglich sein, dann wäre die Medizin ein ganzes Stück weiter in der Heilung von Krebs, Gehirnschäden oder Herzinfarkten.  Es könnte vielen Menschen geholfen werden, nicht nur jeweils einem, aber auch diesem Einen, sollte es einmal notwendig werden.


 

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