Knöchel knacken, eine lästige und zwanghafte Angewohnheit

Manche Menschen haben die zwanghafte Angewohnheit, ihre Fingerknöchel zu überdehnen, bis sie knacken, und das jede paar Minuten. Für die Mitmenschen kann dies extrem nervig sein.
Die wichtigen Fragen sind, ob man den Fingern dabei dauerhaften Schaden zufügen kann und warum das Knöchelknacken so süchtig zu machen scheint:
Das Überdehnen der Knöchel bis zu dem knackenden Geräusch hat etwas ungemein befriedigendes. Unterdrückt man den Zwang zum Knacken, fühlen sich Menschen mit dieser Angewohnheit nervös und reizbar. Leider werden die Mitmenschen durch das stete Knacken allmählich in den Wahnsinn getrieben und nicht selten muss man sich Kritik anhören. Manche sagen sogar, dass durch das regelmäßige Knacken der Fingerknöchel Arthritis entstehen kann. In dieser Hinsicht kann man den Betroffenen Entwarnung geben, denn es gibt keine Hinweise darauf, dass körperlicher Schaden durch stetes Knacken und Überdehnen der Fingerknöchel entsteht. Menschen mit Arthritis in den Händen sind Knöchelknacker und Nicht-Knöchelknacker gewesen.
Allerdings kann das dauerhafte und zwanghafte Knacken zu leichten Beschwerden in den Fingergelenken führen. Gelegentlich kommt es zu Schwellung, Gelenkschwächen und vorübergehenden Verletzungen.
Warum nur ist diese Angewohnheit so süchtigmachend? Wissenschaftlich lässt sich nicht eindeutig erklären, warum sich ein solcher Zwang entwickelt, doch eine Theorie ist, dass nervöse Energie dadurch freigesetzt wird. So wie manche Menschen ihre Haare zwirbeln und andere die Füße wippen gibt es eben solche, die mit den Fingerknöchel knacken. Hat man einmal mit dem Knacken angefangen, gibt es vielen Menschen ein gutes, körperlich befreiendes Gefühl und andersherum empfinden sie ein Unbehagen bis sie die Knöchel zum Knacken gebracht haben.
Das Knacken, was man beim Überdehnen der Fingergelenke hört, sind Luftblasen in der Gelenkflüssigkeit, die durch den Druck zum Platzen gebracht werden, nicht unähnlich einer Blisterfolie.
Wie entwöhnt man sich das Knöchelknacken?
Um diese lästige und störende Angewohnheit loszuwerden sollte man sich wie bei jeder zwanghaften Störung einem freund anvertrauen und um dessen Hilfe bitten. Andere Menschen können den Betroffenen darauf aufmerksam machen, wenn dieser unbewusst wieder einmal die Finger dehnt. Für die Freisetzung der nervösen Energie sollte man sich andere Ventile suchen. Körperliche Bewegung hilft dabei in den meisten Fällen. Erwischt man sich selbst bei der Angewohnheit, muss man sich ablenken. Es dauert etwa vier Wochen, bis sich eine Angewohnheit bildet, um diese wieder loszuwerden kann man mit ebenso viel Zeit rechnen.