Die schlimmsten Sünden für den Magen

Ausgewogene Ernährung

Unser Magen und der Darm sind empfindlich, doch leider gibt es weit verbreitete Angewohnheiten in unserer Gesellschaft, die immer wieder zu Verdauungsstörungen und Magenschmerzen führen. Oft lernen Menschen sogar mit Magen- und Darmbeschwerden zu leben, anstatt ihre Essgewohnheiten dem empfindlichen Verdauungssystem anzupassen. Dies sind die schlimmsten Sünden, die Magen und Darm krank machen:

Zuviel auf einmal essen

Jeder kennt das Gefühl, wenn das Essen so lecker schmeckt, dass man sich zuviel auf den Teller häuft. Das Sättigungsgefühl stellt sich nicht immer rechtzeitig ein, bevor man schon zuviel im Bauch hat.
Oft machen Menschen auch den Fehler, den ganzen Tag nichts oder nur wenig zu essen, so dass der Heißhunger sich aufbaut und es einem schwer fällt, rechtzeitig zu stoppen.
Ständig zuviel zu essen schadet dem Verdauungssystem ungemein. Es kann nicht genug Enzyme und Säuren produzieren, um die Menge an Essen effizient zu verdauen. Dadurch wird manche Nahrung nur halb verdaut und belastet den Darm.
Man sollte deshalb selbst bei großem Hunger langsam zu essen, um dem Magen Zeit zu geben, die richtigen Signale ans Gehirn zu senden, wenn er genug hat.

Nicht gründlich genug kauen

Gut gekaut ist halb verdaut, und dieses Sprichwort sagt es genau. Durch das Zerkleinern der Speisen im Mund können sich die Verdauungsenzyme im Speichel schon beim Kauen an das Essen ansetzen und damit die Arbeit im Magen und Darm erheblich erleichtern. Schluckt man größere, ungekaute Stücke herunter, liegen diese buchstäblich schwer im Magen, denn dort müssen sich die Verdauungssäfte langsam durch die Speise hindurch arbeiten.
So entwickeln sich Refluxprobleme, Sodbrennen, Blähungen und Magenkrämpfe. Empfohlen wird, jeden Mundvoll 30 Mal zu kauen und kleinere Bissen zu nehmen. Kleine Tricks können helfen, das Essen weniger schnell herunter zu schlucken. Nach jedem Bissen Messer und Gabel wieder hinlegen oder mit der weniger dominanten Hand zu essen.

Zu wenig Ballaststoffe

Ballaststoffe sind wichtig, um die Nahrung schneller und leichter durch das Verdauungssystem zu führen. Sie fördern auch das Wachstum “guter” Bakterien im Darm, die die Darmwände stärken. Mangel an Ballaststoffen führt zu Verstopfung.
Obst, Gemüse, Haferflocken, Leinsamen und Bohnen sind besonders ballaststoffreich.

Zuviel Stress und Hektik

Bestimmte Nervensignale im Körper werden durch Neurotransmitter übertragen und regulieren den Verdauungsprozess. Durch Angst, Nervosität, Stress oder ständige Hektik entsteht ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter, welches unangenehme Symptome auslösen können. So kann es zu Blähungen und Magenbeschwerden kommen. Besonders negativ kann es sich auswirken, wenn man während einer stressigen Situation isst. Um den Stress zu verringern, sollte man versuchen, sich vor dem Essen zu entspannen. Niemals mit Nervosität essen.

Zu wenig Bewegung

Körperliche Aktivität unterstützt den Verdauungstrakt. Die Nahrung kann dann besser durch den Darm transportiert werden. Regelmäßige Spaziergänge, Jogging, Radfahren oder Schwimmen wirken Verdauungsbeschwerden entgegen und halten den Körper fit. Sanfte, entspannende Jogaübungen vor dem Essen helfen bei der Stressreduzierung und bereiten den Körper auf die Verdauung vor.

Zu stark säurehaltige Nahrung

Kaffee, Alkohol, geräucherte Nahrung oder scharfe Gewürze können bei empfindlichem Magen die Magenwände angreifen. Wer einige Stunden nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel unter brennenden Magenschmerzen leidet, hat möglicherweise bereits ein Magengeschwür entwickelt. In diesem Fall sollte man besonders magenfreundliche Nahrung zur Stärkung der Magenwände essen und auf Kaffee, Alkohol und zu viel Fett verzichten. Auf jeden Fall sollte man bei andauernden Symptomen mit dem Arzt sprechen.

Zu viele Antibiotika

Antibiotika sind für Menschen essentiell und oft lebensrettend. Allerdings neigen viele Menschen zu unnötiger und übertriebener Einnahme von Antibiotika. Ein Antibiotikum bekämpft zwar sehr wirksam bakterielle Infektionen, greift aber auch die guten und für die Verdauung wichtigen Bakterien im Körper an. Dadurch kann es zu verschlechteter Absorption ver Nährstoffe kommen. Deshalb sollte man nach jeder Behandlung durch Antibiotika einige Tage lang besonders viel Joghurt oder Sauerkraut essen, um den Bakterienhaushalt im Magen und Darm wieder auszugleichen.

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