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Sexualverbrechen an Kindern gehören zu den größten Ängsten von Eltern. Durch die Medien glauben wir, dass Sexualverbrecher ihre Opfer willkürlich und zufällig aussuchen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Kinderschänder sich ihre Opfer im Bekanntenkreis suchen.

 

Wer begeht Sexualverbrechen an Kindern?

Was sind es für Menschen, die sich an Kindern und Minderjährigen vergehen und rücksichtslos ihr Leben ruinieren? Das Internet gibt potentiellen Kinderschändern eine Plattform, Opfer auszusuchen, die sie nicht kennen. Allerdings tritt dieser Fall verhältnismäßig selten auf. Viel häufiger wird ein Sexualverbrechen an Kindern begangen, bei denen Opfer und Täter sich bereits kennen. Etwa ein Drittel aller Sexualverbrechen an Kindern wird von einem Familienmitglied begangen.

 

Ein potentieller Kinderschänder kann leider nicht im Vorfeld mit Sicherheit erkannt werden. Allerdings gibt es bestimmte Charakterzüge, die bei Sexualverbrechern auftreten:

 

Häufig wurde ein Kinderschänder in seiner Kindheit selbst missbraucht. Bei fast allen Sexualverbrechern liegt eine Serie an entweder körperlichem oder sexuellem Missbrauch in der eigenen Kindheit vor.

Sexualverbrecher wissen, dass sie ein Verbrechen begehen, doch sie glauben davon überzeugt zu sein, dass ihr Opfer ebenfalls Gefallen an der Tat findet.

Sexualverbrecher haben Sozial- und Intimprobleme. Meist liegt die Unfähigkeit, mit Mitmenschen zu kommunizieren vor, oder die Unfähigkeit einer intimen Beziehung mit einem gleichaltrigen Partner.

Einem Kinderschänder fehlt es an Mitgefühl und Einfühlungsvermögen. Es ist nicht in der Lage, sich emotional in seine Opfer hineinzuversetzen.

Sexualverbrecher leiden oft an dem Unvermögen, ihre Gefühle und Taten zu kontrollieren. Sie handeln impulsiv, ohne an die Konsequenzen ihrer Tat zu denken.

Das Verbrechen, dass den Kinderschänder überführt, war meist nicht sein erstes Verbrechen. Er weist Tendenzen zu abartigem sexuellen Verhalten.

 

Nicht jeder Mensch, der diese Charakterzüge aufweist, wird zum Sexualverbrecher. Umgekehrt gibt es auch Sexualverbrecher, die nicht alle dieser Charakterzüge aufweisen.

 

Wie schützt man sein Kind vor Sexualverbrechen?

Die Kommunikation mit den Kindern ist der beste Schutz vor Sexualverbrechen. Die Kinder sollten lernen, ihren Eltern alles zu erzählen, was sie erleben und was sie bedrückt, auch wenn ihnen jemand sagt, dass sie nichts verraten dürfen. Die Verbrecher schüchtern ihre Opfer damit ein, dass sie das Geheimnis bewahren müssen, sonst werde etwas Schlimmes geschehen. Die Kinder sollten vor diesem Verhalten im Vorfeld gewarnt werden. Am besten versucht man, die Kinder frühzeitig aufzuklären, dass es böse Menschen sind, die auf den ersten Blick freundlich erscheinen, und dass sie ihren Eltern vertrauen können. Auch sollte man möglichst ein Kind nicht allein mit einem Erwachsenen lassen, dem man nicht hundertprozentig vertraut. Das Kind sollte wenn möglich, einen Freund oder ein Geschwisterkind dabei haben, wenn die Eltern nicht anwesend sind.

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