
Der Jugendstil kämpfte jahrzehntelang gegen Geringschätzung an, wird aber heutzutage als selbständige Stilrichtung anerkannt. Man unterscheidet zwei Richtungen: den floralen Jugendstil und den geometrischen Jugendstil.
Der Jugendstil hatte seine Blütezeit in der kurzen Zeitspanne zwischen 1894 und 1914 und bevorzugte Ornamente und Flächendekoration. Der Gedanke hinter dem Jugendstil war, dem täglichen Leben mehr Schönheit und Stil zu verleihen. Typisch für den Stil sind elegant schwingende Umrisse, kostbar verzierte Oberflächen und plastische, florale oder organische Dekorationen.
Der Stil wurde international beliebt und erhielt in anderen Ländern unterschiedliche Bezeichnungen. In Deutschland setzte sich der Begriff Jugendstil nach der damals modernen Münchner Zeitschrift "Jugend" durch. In Österreich verwendete man den Begriff Sezessionsstil, in Frankreich Art Noveau, in England und den USA Modern Style und in Italien Stile florale oder Stile Liberty.
Die Hauptvertreter der Jugendstils in Deutschland waren Peter Behrens, Richard Riemerschmid, Fritz Endell, Bruno Paul, Hermann Obrist und Bernhard Pankok. In Wien waren es die Architekten Otto Wagner, Josef Hoffmann und Josef Maria Olbrich sowie der Östereichische Maler Gustav Klimt.
In Frankreich brachte der Architekt Héctor Guimard viele Werke der Art Noveau hervor und der Maler Henri de Toulouse-Latrec. Weitere erwähnenswerte Künstler der Neuen Stils waren William Morris (England), Charles Rennie Mackintosh (Schottland), Victor Horta (Belgien) und Louis H. Sullivan (USA). Ein Baumeister mit besonderem Stil dieser Epoche war der Katalane Antonio Gaudi.
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Fachbegriffe der Jugendstil-Epoche

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