im Wissen schwimmen, triefend clever herauskommen

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Wer ist eigentlich der Weihnachtsmann?
Weihnachtsmann mit GeschenkenIn unserer westlichen Weihnachtstradition taucht überall und in vielfältigster Weise die Figur des Weihnachtsmannes auf, wer aber war der Weihnachtsmann eigentlich?

Gefeiert wird an Weihnachten die Geburt von Jesus Christus, die vor nun mehr als 2000 Jahren in Bethlehem stattfand.  Das Fest der Heiligen Drei Könige, das am 6. Januar gefeiert wird, hat die Tradition der Geschenke mitbestimmt, denn die weisen Männer kamen nach Bethlehem, um das Christuskind mit Geschenken zu ehren.

Vom Weihnachtsmann ist zu der Zeit aber noch keine Rede, weder in Verbindung mit den Geschenken, noch mit der Geburt von Jesus Christus, denn er lebte erst einige Jahrhunderte später.

Der Heilige Nikolaus, im Englischen Santa Claus genannt, ist eine historische Figur, die im vierten Jahrhundert n.Chr. gelebt hat.  Der Heilige Nikolaus war Bischof von Myra, das in der heutigen Türkei liegt.  Dieser Nikolaus von Myra erlangte mit seinen barmherzigen Taten große Beliebtheit, denn er galt als Wohltäter speziell der Kinder und wurde durch seine guten Taten von der christlichen Kirche heilig gesprochen.

Außer der Kinder ernannten ihn viele andere Gruppen zu ihrem Schutzheiligen, unter ihnen die Händler und Seefahrer.

Eine Geschichte des Heiligen Nikolaus erzählt davon, wie er drei Töchtern eines armen Mannes mit Gold beschenkte.  Dieser stand kurz davor, seine Töchter zu verkaufen, da er für sie keine Ehemänner finden konnte.  Zu jenen Zeiten war es üblich, dass die Frauen eine Mitgift in die Ehe brachten, doch der Mann war zu arm und konnte keine Mitgift aufbringen.  Nikolaus hatte die Geschenke heimlich in zwei Nächten gebracht, und als er ein drittes Mal kam, um auch die letzte Tochter zu beschenken, entdeckte ihn der Vater und konnte ihm danken.

So wurde die Geschichte bekannt, die später zu dem Brauch führte, dass die Kinder am Morgen des 6. Dezember, dem Geburtstag des Nikolaus, auf eine Gabe hoffen.  Dazu stellen sie am Vorabend ihre Schuhe vor die Tür, damit er sie mit etwas füllt.

Dieser Brauch rankt sich um den Geburtstag des Nikolaus, der in vielen christlichen Traditionen als kirchlicher Feiertag gilt.  Dass der Weihnachtsmann, oder eben der Heilige Nikolaus, zu Weihnachten die Geschenke bringt, kommt daher, dass ursprünglich der Tag des Nikolaus auch Tag der Bescherung war, in einigen Kulturen hat sich dies auch so erhalten.  In anderen jedoch, wurde dies später, nämlich mit abnehmendem Interesse an der Heiligenverehrung, während der Reformation der Kirche, auf den Geburtstag von Jesus Christus verlegt.

Deswegen überwiegt in einigen Gegenden der Gedanke, dass der Weihnachtsmann die Geschenke bringt, in anderen, dass es die Heiligen Drei Könige tun.

Die Kleidung des Weihnachtsmannes, ein roter Mantel mit weißen Verzierungen, ist auf die Kleidung der katholischen Bischöfe zurückzuführen.

Über die Jahrhunderte haben sich also verschiedenste Bräuche aus Legenden und Geschichten um die Figur des Heiligen Nikolaus von Myra entwickelt, die von Region zu Region sehr unterschiedlich sein können und zum Teil andere Bräuche mit einbeziehen.

Populäre Bräuche sind entstanden, die von immer mehr Kulturen angepasst und übernommen werden und längst von der Religion relativ unabhängig sind, so z.B. reist der Weihnachtsmann bekanntlich auf einem Schlitten mit Rentieren durch den nächtlichen Himmel und verteilt die Geschenke, indem er sie durch die Schornsteine wirft, oder selbst den Schornstein hinuntersteigt.

Aus einer historischen Figur ist also eine mythische Legende geworden, deren Ursprünge an Bedeutung immer mehr verlieren, aber gleichzeitig den Zusammenhalt unter den heutigen Kulturen fördert.

 
 
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