im Wissen schwimmen, triefend clever herauskommen

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Was sind Tätowierungen?
Tätowiernadel sticht Tattoo auf den Arm
Jeder kennt das Wort und hat ein Bild davon im Kopf, der Ein oder Andere hat bereits ein Bild auf der Haut, oder spielt mit dem Gedanken, sich eines machen zu lassen.

Neuerdings ist im deutschen Sprachgebrauch statt des umständlicheren Begriffs „Tätowierung“ das kürzere, besser klingende englische Wort „tattoo“ verbreiteter.  Es spiegelt wieder, dass das Tätowieren mehr als ein Trend ist, für Viele sogar mit modern sein gleichgesetzt wird, zumindest aber sein vormals schlechtes Image abgelegt hat – fürs Erste.

Geschmackssache wird es immer bleiben, und die allgemein bekannten Warnungen, wie „überlege es dir gut, so etwas musst du dann dein Leben lang mit dir herumtragen“, mit erhobenem Zeigefinger von Eltern oder anderen Nichttätowierten ausgesprochen,  werden wahrscheinlich auch nie verschwinden.  Sie halten die Großzahl der Tattoowilligen aber längst nicht mehr davon ab, sich unter die Nadel bringen zu lassen.

Die alten Traditionen, die noch mit primitiven Werkzeugen ausgeführt wurden und mit Schmerzen verbunden waren, konnten damals vor Hunderten oder Tausenden von Jahren niemanden vom Tätowieren abhalten.

Heute, wo die Tätowiertechnik ausgereift ist, man Tattoos auch wieder entfernen kann, und dem Faktor Schmerz nur geringfügige Beachtung schenken muss, ist auch der Schritt zur Tätowierung ein noch viel leichterer.

Wichtiger ist nun, aus den wie Pilze aus dem Boden sprießenden Tätowierläden, den richtigen auszusuchen, denn vertrauensvoll und erfahren sollte der Tätowierkünstler trotzdem sein, auch wenn seine Ausrüstung wahrscheinlich dem neuesten Stand entspricht.

Kriterien, über die man sich vorab informieren sollte, beziehen sich vor allem auf die Hygienegewohnheiten eines Tätowierstudios.

·    Werden Handschuhe getragen?

·    Wird mit Desinfektionsmitteln gearbeitet?

·    Werden Einwegprodukte benutzt, die auch tatsächlich nach jeder Benutzung entsorgt werden?

·    Wie sieht die Versorgung der zu tätowierenden Stelle vor und nach dem Vorgang aus?

·    Welche Tipps und Ratschläge gibt der Tätowierer für die Pflege eines neuen Tattoos?

Ein guter Tätowierer nimmt Hygiene und Vorsorge so ernst wie möglich und spart nicht an Material und Utensilien, um Infektionen zu vermeiden und die gute Verheilung der Tätowierung zu sichern.

Scheint ein Tätowierer lapidar mit diesen Themen umzugehen, so kann man davon ausgehen, dass er nur daran interessiert ist, Geld zu verdienen, nicht aber einen guten Service zu geben.  Solche Studios sollte man lieber meiden.

Was bei der Tätowierung passiert

Das Gerät, an dessen Ende die Nadel, oder kleine Gruppen von Nadeln, sitzt, wird elektrisch in Schwingungen versetzt, die bis zu 3000 pro Minute erreichen können.

Die Nadeln dringen bis zur zweiten Hautschicht, der Dermis vor, um dort die Farbpigmente abzulegen.

Zunächst wird ein Umriss des Bildes gezeichnet, wofür lediglich eine Nadel notwendig ist, dann wird dieser Umriss mit Farbe oder in Schattierungen von Schwarz ausgefüllt.

Jeder Tätowierkünstler hat seinen eigenen Stil, wird aber auf die Wünsche des Kunden eingehen.  Dennoch ist es sinnvoll, sich zu informieren, ob er eine Vorlage genau übernehmen wird, oder seine eigene Interpretation davon in die Haut stechen wird, denn auch dies kommt vor.

Bei dem Vorgang des Tätowierens entsteht eine Wunde, die zunächst verheilen muss, bevor man sich eines perfekten Tattoos erfreuen kann.  Deswegen sollte man alle Ratschläge zur Pflege ernst nehmen und nicht voreilig den Verband abnehmen, oder die Verkrustungen auf der verheilenden Tätowierung entfernen.
 
 
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