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Autofahren

In den letzten fünfzehn Jahren passierten Tausende von Autounfällen, weil die Autofahrer abgelenkt waren. Sicherlich haben wir alle schon einmal ein Handy während des Autofahrens benutzt, ohne uns über die Gefahr vollständig bewusst zu sein.

So kann ein Mobiltelefon unser Fahrverhalten beeinflussen:

 

Multitasking und das menschliche Gehirn

 

Das menschliche Gehirn ist ausführlichen Forschungen zufolge nicht in der Lage, mehrere Aufgaben parallel zu bearbeiten. Wir verstehen unter Multitasking oft, einfach zwei oder mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Tatsächlich springt die Konzentration zwischen diesen verschiedenen Aufgaben hin und her. Zu keinem Zeitpunkt ist das Gehirn fähig, zwei Prozesse zur gleichen Zeit mit hundertprozentiger Konzentration auszuführen.

Dieses Phänomen ist die Grundlage der Schmerztherapie; die Aufmerksamkeit des Gehirns wird abgelenkt, so dass das Gehirn in diesem Moment sich nicht auf das Schmerzsignal konzentriert. Ebenso nutzen Taschendiebe und Zauberkünstler diese Unfähigkeit des menschlichen Gehirns zu ihren Zwecken aus.

Statistisch erhöht sich das Unfallrisiko um ein Vierfaches, wenn ein Fahrer telefoniert und sogar um ein Achtfaches, wenn er eine SMS während des Fahrens verfasst.

 

Während der Benutzung eines Mobiltelefons verliert der Fahrer einen Teil seines äusseren Gesichtsfeldes, so dass Fussgänger, andere Autos oder Objekte, die sich in diesem Gesichtsfeld befinden, nicht wahrgenommen werden. Die Unaufmerksamkeit des Fahrers macht ihn buchstäblich teilweise blind. Bis zur Hälfte der Geschehnisse vor ihm auf der Strasse kann er nicht sehen.

 

Selbst eine Ablenkung für nur eine oder zwei Sekunden kann über Leben und Tod entscheiden. Ein Fahrer, der mit 50km/h fährt, legt etwa 14m in einer Sekunde zurück. Verliert der Fahrer seine Konzentration auch nur für eine Sekunde, verpasst er 14 Meter, in denen sich viele Personen, Tiere oder Objekte befinden können.

 

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Kommentare (1)add comment

Klaus said:

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Der Artikel ist nicht gut. Eine klassische Frage wäre bei dieser Argumentation dann: Warum ist Telefonieren zwar verboten, nicht aber das Zwiegespräch in einem Auto? Eine Unterhaltung muss doch dann genauso ablenken wie ein Telefonat.

Der Grund ist ganz einfach zu erläutern. Die mögliche Ablenkung durch das Nichtvorhandenseins des sog. "Common Ground" Diese geteilten Infos sind vorhanden, wenn 2 Leute in einem Auto gemeinsam sitzen. Eine Störung des Kommunikationsablaufs seitens des Fahrers, ist vom Nebensitzer nachzuvollziehen, weil er ebenfalls die Straßensituation einsehen kann.

Ein Telefonsprecher kann das nicht. D.h. er ist lediglich auf das verbale Feedback d. Sprechers angewiesen.

Dies kann die kognitive Ressource des Fahres insoweit belasten, dass sich kognitive Defizite beim Autofahren ergeben. SO.. DIES ist aber nicht der Fall! Der Fahrer baut kognitiv beim GEsprächsakt ab. Das sog. "Primary" (Autofahren) ist und bleibt dominant bei der kognitiven Verarbeitung!
D.h. das Telefonieren mit Freisprechanlage (ohne motorische Differenz beim Halten des Handys) beansprucht die kognitiven Ressourcen des Fahres nicht mehr,als beim Zwiegespräch.

Warum ist dann das Zwiegespräch erlaubt, jedoch das Telefonat verboten? Weil das Telefonat kontrollierbar ist!

November 29, 2010

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