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Frau lächelt

Schüchternheit kann ein Vorteil im gesellschaftlichen Leben sein, man muss nur wissen, wie man seine Schüchternheit richtig nutzt. Das Leben braucht Ausgleich. Eine Gesellschaft mit ausschliesslich oder hauptsächlich extrovertierten Menschen würde nicht funktionieren. Sie würden sich gegenseitig in den Wahnsinn treiben. Hier sind ein paar Tipps für schüchterne oder introvertierte Menschen im sozialen Umfeld:

 

1. Besuche Social Media Sites. Das sind Webseiten wie Linkedin, Facebook, Stayfriends oder MySpace, die Menschen per Internet miteinander verbinden. Beginne mit dem Aufbau einer Kontaktliste und chatte mit diesen Leuten. Wenn du dich ein wenig selbstsicherer im schriftlichen Umgang mit deinen Kontakten fühlst, kannst du sie einladen, dich auf ein soziales Event zu begleiten. So wirst du weniger eingeschüchtert sein, als würdest du allein gehen.

 

2. Nutze deine Schüchternheit als Vorteil. Menschen lieben es, über sich selbst zu reden. Du kannst ihnen als guter Zuhörer ein Ohr leihen. Sie werden es dir danken, dass du dir die Zeit nimmst, ihnen zuzuhören ohne dass du selbst viel reden musst. Lass dich nicht von lauten und extrovertierten Menschen einschüchtern. Sie brauchen Menschen wie dich und das wissen sie im Grunde auch. Verstelle dich bloss nicht, sei einfach du selbst und höre zu.

 

3. Setz dir Ziele. Setze dir als Ziel, heute mit soundso vielen Menschen zu sprechen und wie viele gesellschaftliche Events du im Monat besuchen willst. Dein Ziel ist es, jedes Treffen zu geniessen und einfach Spass zu haben, also setze dich nicht unnötig unter Druck. Beginne damit, einfach dabei zu sein. Eine positive Einstellung ist ganz wichtig.Nach jedem sozialen Treffen, bei dem du warst, belohne dich mit irgendetwas.

 

4. Bleib im Hintergrund, bis du dich sicher genug fühlst. Was du zu sagen hast, musst du laut und deutlich sagen, und fasse dich kurz.

 

5. Immer lächeln. Ein Lächeln im Gesicht lässt dich selbstsicherer aussehen, macht dich sympathisch und hält vor allem den meist gehassten Satz ("guck nicht so ernst" oder "lach doch mal") fern. Auch wenn dir nicht pausenlos nach Lächeln zumute ist, denk an etwas Schönes. Wenn du lächelst, wirst dich eher amüsieren, als wenn du ernst bist. Nicht lächeln macht einen negativen Eindruck, andere Leute halten dich für eingeschüchtert, uninteressiert, arrogant oder gesellschaftlich unbeholfen.

 

Lass dich nicht entmutigen, wenn's nicht sofort klappt. Wir Schüchternen wissen, dass viel Überwindung notwendig ist, doch hinterher wirst du umso stolzer auf dich sein. Wer extrovertiert auf die Welt kommt, für den ist es keine Leistung, der Mittelpunkt jeder Schau zu sein. Für jeden Schritt auf dem Weg dazu, mit dir selbst und deiner Schüchternheit eins zu sein, klopf dir auf die Schulter, denn das ist wirklich ein Erfolgserlebnis!

Warum es gut ist, introvertiert zu sein

Ist Schüchtern sein falsch? Die Wahrheit über Introvertierte

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Kommentare (8)add comment

clausi74 said:

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ich bin introvertiert Und schüchtern hinzu kommt ungünstigerweise noch das ich eine recht einschüchternde optik habe. Das ist ein sehr dummer mix! Mit enola und sandra würd ich gern mal direkt chatten, was sie geschrieben haben habe ich verstanden, hatmich bewegt(facebook).
Januar 13, 2012

Stefan said:

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Auch dieser Artikel macht leider den Fehler, Schüchternheit und Introvertiertheit gleichzusetzen. Dabei handelt es sich hierbei um zwei grundverschiedene Dinge. Nicht jeder Introvertierte ist schüchtern und nicht jeder schüchterne ist auch gleichzeitig introvertiert. Auch wenn es erst einmal komisch klingt, so gibt es nämlich auch Menschen, die extrovertiert und schüchtern sind.

Introvertierheit bzw. Extrovertiertheit bezeichnet den Grad, wie ein Mensch in Interaktion mit der Umwelt lebt. Wie stark er seine Gefühle und Bedürfnisse äußert, wie stark er Input von außen braucht. Es gibt Menschen, die haben einfach nicht das Bedürfnis, großartig Gefühle zu kommunizieren, die brauchen auch keinen großen Input von außen. Das sind die, die wir als Introvertiert bezeichen. Der Gegenpol sind die Extrovertieren in "Reinform", die ausgiebigen Kontakt mit der Umwelt brauchen. In der Hinsicht ist auch klar, dass es für pure Extrovertierte der blanke Horror wäre, von der Umwelt komplett abgeschnitten zu sein und auf einer einsamen Insel zu leben. Genauso wie es für Introvertierte eine Horrorvorstellung ist, immer nach außen gehen zu müssen. Mit Schüchternheit hat das aber alles nichts zu tun.

Schüchterheit ist nämlich die Hemmung, Kontakt mit anderen Menschen aufzunehmen, obwohl ich das will. Schüchternheit resultiert nicht aus einer Intro- oder Extroversion, sondern eher daher, dass ich mich selbst zu schlecht oder zu minderwertig fühle und mich daher einfach nicht traue. Meistens wird die Schüchternheit dadurch verstärkt, dass aufgrund der Kontaktarmut auch kein positives Feedback von außen kommt und sich der Schüchterne eher noch bestärkt sieht, dass er/sie wirklich nicht gut genug ist.

In Hinblick auf Schüchternheit und Intro-/Extrovertierheit gibt es dann natürlich alle denkbaren Kombinationen.

Jeder Mensch ändert sich im Laufe seines Lebens. Aber aus meiner Sicht lassen sich der Grad an Intro- und Extrovertierheit nicht so stark ändern. Man wird keinem Introvertieren einen Gefallen tun, wenn man ihn oder sie zwangweise überall mit hinschleppt, damit er/sie unter Leute kommt. Er/sie wird es eher als Belastung empfinden.

Dagegen lässt sich gegen Schüchternheit schon ankämpfen.
Dezember 17, 2011

ano said:

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dieser text ist weniger was für introvertierte, sondern mehr für einfach nur schüchterne menschen
Oktober 03, 2011

Sandra said:

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Ich finde alles was hier steht gut. Ich bin nämlich introvertiert und ich finde diese Texte spiegeln das gut wieder. Meiner Meinung nach dienen sie nicht dazu jemanden extrovertiert zu machen. Das ist quatsch. Der Text setzt auch niemanden unter Druck, das tust du schon selbst. Du musst ja nicht das tun, was im Text steht. Es handelt sich hierbei lediglich um Tipps.
Oktober 02, 2011

Enola said:

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Ich bin 46 Jahre und werde schon seit meiner Teenie-Zeit mit diesen Klischees über meine Introvertiertheit konfrontiert. Wie oft habe ich mich schon über "lach doch mal" und "guck doch nicht so ernst" geärgert und sogar geweint. Viele Menschen, die mich später näher kennen lernten sagten: "Ich dachte erst, du bist arrogant. Du machst so einen unnahbaren Eindruck. Aber du bist ja ganz anders." Leider gibt es manchmal keine 2te Chance. Das hat mich auch immer wieder dazu gebracht an meiner Außenwirkung zu arbeiten. Aber das ist nicht einfach, denn deine Beobachter sind gnadenlos, sie erwischen dich immer in den Momenten, wo du dieses "verlorene" Gesicht machst. Leider allzu oft mit Fotos dokumentiert. Das hat mich oft so genervt, dass ich auch schon vieles probiert habe, um aus der „Schusslinie“ zu kommen. Aber das Dauerlächeln funktioniert nicht, das fühlt sich total falsch an und letztendlich wirst du dann in einem Moment, wo du doch wieder mal "dieses Gesicht" machst darauf angesprochen und hast den ganzen Abend umsonst krampfhaft gegrinst! Denn komischerweise hört man nie „Hey, du warst die letzten 3 Std. super drauf und hast viel gelacht. Das finde ich gut.“ Nein, man pickt sich immer „diesen Moment“ heraus! Da hilft nur eins: Sich ein gesundes Selbstbewusstsein zulegen. Und...die Menschen, denen etwas an dir liegt, die nehmen dich auch so, wie du bist!!!
September 29, 2011

Ich said:

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Hab auch das Gefühl, dass Introvertierte hier zu Extrovertierten gemacht werden sollen, bzw - noch schlimmer - ihnen die Tipps helfen sollen extrovertiert zu erscheinen. Wer wie ich introvertiert ist weiß, dass das für uns totale Selbstverleumdung ist. Diesen Text auch nur zu lesen baut totalen Druck auf. Wenn ich ich selbst sein soll, dann setze ich mir kein Ziel zu soundso vielen Parties oder Massenaufläufen zu gehen, ich treffe lieber meine Freunde zu einem gemütlichen Kochabend, genieße diese vertraute Gesellschaft und das Essen und lasse hinterher den Abend ganz ruhig und in Ruhe ausklingen.
September 25, 2011

miss X said:

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Introvertiert sein heißt ja nicht keinen Kontakt zu anderen zu haben. Der Abschnitt unter Punkt 3 soll ja nur helfen, dass man sich nicht aus dem gesellschaftlichen Leben zurückzieht. Was leicht passieren kann, da introvertierte Menschen eher abgelehnt werden.
September 25, 2011

Sergej said:

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Bei Tipp 3 habe ich das Gefühl, dass sie einem helfen sollen extravertiert zu werden.
Januar 10, 2011

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