
Wenn Kinder in der Schule von Schulkameraden schikaniert werden, ist das eine ernst zunehmende Sache. Wenn Ihr Kind das Opfer von Schikanen ist, kann das ernste Konsequenzen haben. Das Kind leidet unter der Demütigung, was im schlimmsten Fall zu Selbstmord oder Amoklauf führen kann.
Da Kinder ihren Eltern nicht immer erzählen, was in der Schule passiert, achten Sie auf Verhaltensveränderungen, um heraus zu finden, ob Ihr Kind Opfer von Schikanen ist, oder ob es selbst seine Mitschüler schikaniert.
In der heutigen Welt kann extremes Mobbing eine lebensbedrohende Sache werden, oder dem Opfer lebenslanges soziales und psychologisches Trauma zufügen.
Wenn Ihr Kind andere Mitschüler schikaniert
Wenn Sie den Verdacht oder sogar die Gewissheit haben, dass Ihr Kind mobbt, helfen Sie ihm, mit der Schikane aufzuhören, um seiner Mitschüler willen, aber auch, damit Ihr Kind nicht in Schwierigkeiten gerät. Verändern Sie das Verhaltensmuster zu Hause. Bieten Sie dem Kind eine sichere und liebevolle Umgebung, ohne es mit Liebe zu erdrücken. Zeigen Sie dem Kind Respekt und loben Sie es für seine Erfolge. Zeigen Sie dem Kind, dass Sie Vertrauen haben und behandeln Sie es mit etwas Achtung. Ein Kind, das ständig bevormundet und nicht für voll genommen wird, neigt dazu, Schwächere zu unterdrücken, um sein eigenes Selbstwertgefühl aufzubauen.
Diskutieren Sie das Mobbing-Verhalten mit dem Kind, damit es versteht, dass das Schikanieren anderer Schüler inakzeptabel ist und bestraft wird.
Geben Sie dem Kind die Möglichkeit, Mannschaftssport oder Kooperationsaufgaben in Gruppen mit älteren Kindern auszuüben. Ein Kind, dass schwächere Kinder schikaniert, fühlt sich überlegen. Wenn es sich selbst inmitten altersmässig überlegener Kinder befindet, ist es weniger dominant und lernt, mit anderen Menschen gemeinsam als ein Team zu arbeiten.
Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es wichtig ist und hören Sie zu, was es zu sagen hat.
Wenn Ihr Kind sich nicht zur Mitarbeit bereit zeigt, sprechen Sie mit einem Arzt oder einem Kinderpsychologen über das Problem. Mit professioneller Hilfe lässt sich vielleicht die Ursache des Fehlverhaltens herausfinden und beseitigen. Bitten Sie ausserdem die Lehrer und andere Eltern darum, Ihnen Bericht zu erstatten, ob Ihr Kind weiterhin schikaniert oder ob sein verhalten den Mitschülern gegenüber sich bessert. Ein Treffen mit den Eltern der Mobbing-Opfer kann vielleicht dazu beitragen, Probleme zwischen den Kindern zu beseitigen. Machen Sie dabei den anderen Eltern klar, dass Sie das Problem bekämpfen möchten und bleiben Sie bei aggressiven Anschuldigen kühl und sachlich.
Wenn Ihr Kind das Opfer von Schikane ist
Beobachten Sie das Verhalten Ihres Kindes zu Hause, ob es Anzeichen zeigt, in der Schule gemobbt zu werden. Es kommt häufig vor, dass ein Kind nicht zu Hause erzählt, wenn es schikaniert wird. Versuchen Sie durch Fragen herauszufinden, ob Ihr Kind ein Opfer ist, aber gehen Sie dabei behutsam um. Mobbing-Opfer fühlen sich gedemütigt und möchten das Gefühl der Demütigung nicht gern durch Gespräche mit den Eltern wieder aufleben lassen.
Bieten Sie dem Kind ein sicheres zu Hause, besonders, wenn Sie über Mobbing sprechen möchten. Machen Sie dem Kind klar, dass es nicht seine Schuld ist, wenn es schikaniert wird.
Auf keinen Fall sollten Sie dem Kind beibringen, sich durch Schläge zu wehren, dass kann die Angelegenheit noch schlimmer machen. Schicken Sie das Kind lieber zu Aktivitäten, bei denen es mit Gruppen etwas jüngerer oder gleichaltriger Kinder zusammen ist. In einer Gruppe mit jüngeren Kindern fühlt sich Ihr Kind selbstsicherer und entwickelt vielleicht sogar Führungsqualitäten. Musik, Sport und künstlerische Aktivitäten wecken das Selbstwertgefühl und bekämpfen Depression.
Benachrichtigen Sie die Lehrer in der Schule und seien Sie hartnäckig, denn leider nehmen viele Lehrer Mobbing nicht ernst genug.
Treffen Sie sich mit den Eltern der Schikanierer und erklären Sie die Situation, aber ohne Aggressivität. Versuchen Sie, die Probleme zwischen den Kindern zu klären.

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