
Ungewollte Geschenke weiter zu verschenken finden manche unhöflich oder geizig. Andere wiederum halten es für eine Form der Wiederverwertung, bei der ein Gegenstand vielleicht doch noch in die richtigen Hände fällt und sinnvoll verbraucht werden kann. Allerdings musst du beim weiterverschenken aufpassen, dass es keiner merkt. Wenn du die folgenden Grundsätze beachtest, kannst du für dich weniger nützliche Geschenke noch einmal verschenken, ohne dass es auffällt und ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Geschenke-Recycling ohne schlechtes Gewissen
1. Auf Qualität achten. Keine Scheußlichkeiten, qualitativ minderwertige oder beschädigte Ware weiterverschenken. Verschenkt werden kann, was man selbst schon im Überfluss hat oder wofür man selbst keine, aber der Empfänger des Geschenkes möglicherweise eine gute Verwendung findet.
2. Das passende Geschenk für die passende Person. Stil, Geschmack oder Verwendungsart sollte schon in etwa dem Empfänger entsprechen. Verschenke nicht einfach Dinge, um sie loszuwerden.
3. Das Geschenk auf verräterische Anzeichen überprüfen. Alles, was darauf hinweist, dass das Geschenk gerade recycelt wird, sollte entfernt werden. Kannst du nicht alle Anzeichen entfernen, solltest du den Gegenstand lieber behalten. Nichts ist peinlicher, als wenn der Empfänger merkt, dass er einen gebrauchten Gegenstand geschenkt bekommen hat.
4. Keine Lebensmittel verschenken. Wein oder Likör kann schon man ein gutes Geschenk abgeben, vorausgesetzt die Flasche wird vorher abgestaubt. Bloß aber keine alte Schokolade oder schon abgelaufene Ware verschenken.
5. Verschenke keine auffälligen Gegenstände. Möglicherweise kann sich der Empfänger noch daran erinnern, als du das Geschenk vor seinen Augen ausgepackt hast. Solche Dinge kannst du nur weiterverschenken, wenn du absolut sicher bist, dass der Empfänger nicht bei deiner Party dabei war.
6. Keine Handarbeit oder selbst gemachte Werke weiter verschenken. Auch wenn du die von Schwiegermutter selbst gehäkelte lila Wollmütze scheußlich findest, war sie für dich persönlich bestimmt. Wird man beim Weiterverschenken eines persönlichen Geschenkes dieser Art ertappt, ist das sehr verletzend. Einzigartige, selbst gemachte Kunstwerke, egal wie hässlich, solltest du also niemals weitergeben.
7. Recycelte Geschenke sollten dem Alter und Geschlecht der Person entsprechen. Der Großvater kann sicherlich mit einer gebrauchten PSP wenig anfangen und deine Nicht hat kein Interesse an einem Fotoalbum. In der Regel hält sich die Begeisterung über Duftkerzen bei Männern auch eher in Grenzen und Frauen finden Kaffeetassen mit anzüglichen Bemerkungen meist nicht witzig. Achte also darauf, dass recycelte Geschenke, Spielzeuge, CDs und Computerspiele unbedingt an die richtige Person weiterverschenkt werden.
8. Kein Geschenke-Recycling bei Kindern. Kinder posaunen es sofort heraus, wenn sie das Geschenk wiederkennen, dass du im Vorjahr bekommen hast. Dazu kommt, dass wie den Kindern nicht beibringen wollen, dass sie ihre alten Spielzeuge einfach in Geschenkpapier wickeln und wahllos verschenken können.
9. Behalte die Übersicht. Manche Gegenstände können sich zum Wanderpokal entwickeln und von Hand zu Hand gereicht werden. Du möchtest sicher nicht dabei erwischt werden, deiner Schwägerin das gleiche Geschenk zurückzuschenken, dass ihr Mann dir letztes Jahr gegeben hat. Wenn du vorhast, eine Sammlung an möglichen recycelbaren Gegenständen im Schrank zu horten, schreibe einen Zettel zu jedem Ding, vorher es gekommen ist.
10. Geschenkewiederverwertung mit Köpfchen. Scheue dich nicht davor zurück, gute Gegenstände sinnvoll weiterzugeben. Es wäre eine Schande, wenn alle noch gebrauchsfähigen, aber nicht genutzten Geschenke im Abfall landen würden, wenn ein anderer sie noch nutzen könnte. Wichtig ist nur, geschickt und intelligent seine Geschenke zu recyceln. Respektiere Geschmack, Bedarf und Interesse des Empfängers.

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