Ernste Anzeichen für Selbstmordgefahr

Selbstmord wird selten überschnell und “im Affekt” begangen. Vielmehr ist Selbstmord der letzte Ausweg am Ende einer längeren Leidenszeit. Für die Mitmenschen eines Selbstmordgefährdeten ist es wichtig, im Verhalten des Menschen die Anzeichen dieser Gefährdung zu erkennen.

Wie erkennt man, ob jemand suizidgefährdet ist?

Verhaltensveränderung

Wenn Personen sich in einer solch schwierigen Lebenslage befinden, dass sie in Betracht ziehen, sich das Leben zu nehmen, wird oft deutlich, dass sie ihre normalen Aktivitäten und Routinen drastisch verändern. Sie ziehen sich von Freunden und Familie zurück und glauben oft, dass sie eine Last für andere sind. 

Auch ändert sich das Schlafverhalten zu entweder exzessivem Schlafen oder Schlaflosigkeit. 

Schmerz und Trauma

Der Verlust eines sehr geliebten Menschen oder ein stark traumatisches Erlebnis kann starken inneren Schmerz verursachen, dem sich der Betroffene nicht gewachsen fühlt. Hat jemand ein traumatisches Erlebnis gerade hinter sich, sollte man diese Person besonders beobachten.

Sprachlicher Ausdruck

Oft beginnt ein Selbstmordgefährdeter mit dem so genannten Hilfeschrei, indem er vor anderen davon spricht, sich das Leben zu nehmen. Solche Kommentare sollte man nicht abtun, sondern sehr ernst nehmen, sie sind ein erster Schritt zur Durchführung des Selbstmords.

Oftmals manifestiert sich die Selbstmordabsicht im drastischen Verschenken der Besitztümer und sogar Abschiednehmen von Freunden.

Erhöhter Konsum von Drogen oder Alkohol

Menschen mit starken psychologischen Problemen flüchten häufig zu Betäubungsmitteln. Diese geben ihm vorübergehende Linderung, doch wenn die betäubende Wirkung nachlässt, können sie noch weniger mit den Problemen umgehen. Deshalb sollte man sofort aufmerksam werden, wenn jemand plötzlich ständig “high” ist, es könnte ein sehr ernstes Problem dahinterstecken.

Stimmungsschwankungen

Selbstmordgefährdete Menschen neigen zu extremen Stimmungsschwankungen. Sie schwenken schnell von einer äußerlichen Zufriedenheit auf extremen Zorn oder Aggressivität um. Manche Menschen zeigen plötzliche starke Ängstlichkeit oder Nervosität, andere versinken in Selbstmitleid.

 

Statistisch gesehen liegt die größte Selbstmordgefährdung bei Männern im Alter zwischen 25 und 65 Jahren, bei Frauen zwischen 45 und 55 Jahren.

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