
So oft passiert es mir, dass ich mich wiederholen muss, weil der andere nicht zugehört und mit den Gedanken woanders war. Vielleicht ist der Gesprächspartner einfach mit den Gedanken abgedriftet, vielleicht hat er Ärger. Oder irgendetwas hat ihn abgelenkt. Aber leider geschieht es viel zu häufig: manche Menschen sind einfach schlechte Zuhörer.
Ich weiß, wie oft es mir passiert, dass man mir nicht zuhört. Aber wie oft höre ich selbst eigentlich nicht zu? Wenn ich mal ehrlich bin, kommt es auch gelegentlich vor, dass ich mich nicht darauf konzentriere, was der andere zu mir sagt. Ich war gerade beschäftigt oder hab nur daran gedacht, was ich als nächstes sagen wollte. Ein guter Zuhörer zu sein heißt, Interesse am Leben seiner Mitmenschen zu zeigen, und nur wer sich für andere interessiert, wird auch von anderen respektiert. Dazu kommt, dass man tatsächlich viel Interessantes verpasst, wenn man sich nicht die Zeit nimmt, zu hören, was die anderen zu sagen haben. Oft überhören wir so wichtige Details, die Namen neu kennengelernter Menschen oder die Zeit für ein Treffen. Man verpasst die Informationen, weil man zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist.
Nicht alles dreht sich um die eigene Person, es ist wichtig, die Mitteilungen seiner Mitmenschen und deren Probleme oder Freuden zu teilen. Wie erwartet man sonst, dass andere zuhören, was wir selbst zu sagen haben?
Zuhören können macht Freunde; Freunde, die uns auch zuhören können, wenn wir es brauchen. Am Anfang fällt es vielleicht schwer und man muss sich bewusst auf das Gesagt konzentrieren, aber mit etwas Übung wird es mit der Zeit vollkommen natürlich.

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