|
 Das Klavier ist neben der Gitarre eines der beliebtesten Instrumente.
Egal, ob du dich für Klassik oder moderne Popmusik interessierst, das Klavier ist vielseitig. Erfahre hier mehr über das Klavier und wie man es spielen lernt. Wenn du den Schritten richtig folgst, kannst du dir mühelos in kurzer Zeit das Klavierspielen selbst beibringen.
Wenn du Klavier spielen lernen willst, behalte im Hinterkopf, dass es Spaß machen soll. Übe, solange du Lust hast. Wenn du frustriert wirst, hör für den Moment auf und komme späte wieder zum Klavier zurück, wenn du wieder in der richtigen Stimmung bist.
Klavier oder Keyboard Das klassische Klavier hat 88 schwarze und weiße Tasten. Wenn auch ein Keyboard dem Klavier gleich aufgebaut ist, hat es oft weniger Tasten und damit eine geringere Tonspanne. Diese reicht jedoch für die meisten Stücke vollends aus. Außerdem lassen sich mit dem Keyboard viele verschiedene Klänge und Effekte erzeugen.
Viele wählen das Keyboard anstelle eines Klaviers aus Platzgründen oder der Nachbarn zuliebe, da man es leiser stellen oder über Kopfhörer spielen kann. Der Anschlag der Tasten auf dem klassischen Klavier ist härter und klangvoller als auf dem Keyboard und daher für viele Leute „echter“.
Für jemanden, der sich noch nicht hundertprozentig sicher ist, dass das Klavier das richtige Instrument für ihn ist, empfiehlt es sich auf jeden Fall ein einfaches Keyboard zu kaufen, das nicht so viel kostet und weniger Platz einnimmt.
Die wichtigsten Elemente beim Klavierspielen
Das C. Der beste Ansatzpunkt zum Kennenlernen der Tasten und der Töne, die sie repräsentieren, ist das mittlere C. Dein Klavier oder Keyboard hat eine Reihe mit weißen Tasten, die von Zweier- oder Dreiergruppen schwarzer Tasten unterbrochen ist. Die weiße Taste links der ersten Zweiergruppe der schwarzen Tasten wird als C bezeichnet. Auf einem Standardmäßigen Keyboard ist das vierte C das mittlere C.
Nachdem du das mittlere C identifiziert hast, kannst du nun leicht alle anderen ganzen Töne finden. Ganze Töne sind die weißen Tasten auf dem Klavier. Von der C-Taste aus nach rechts gehend findest du die Töne D, E, F, G, A, H und bist dann bei dem nächsten höheren C.
Der Schritt von einer weißen Taste zur nächsten weißen Taste wird als ganze Note bezeichnet, wenn sich eine schwarze Taste dazwischen befindet. Du wirst feststellen, dass E und F, H und C keine schwarze Taste zwischen sich haben, da diese nur eine halbe Note voneinander entfernt sind.
Schwarze Tasten bringen den Ton einen halben Schritt nach oben oder nach unten. Wenn eine ganze Note einen halben Schritt nach oben geht, hängt man ein -is an das Ende, d.h. C wird zu Cis, D zu Dis, F zu Fis, G zu Gis, A zu Ais. Diese Noten werden mit dem Zeichen # symbolisiert (C#, D# usw.). Wenn eine ganze Note einen halben Schritt nach unten geht, hängt man ein -es an das Ende, d.h. D wird zu Des, G zu Ges, A zu Aes oder As, H jedoch zu b. Diese Noten werden durch ein b symbolisiert (Db, Gb, Ab). Dir fällt vielleicht auf, dass nicht alle Noten erwähnt wurden. Das ist deshalb, weil einige #-Noten mit b-Noten identisch sind. Ganzes E = Fb Ganzes F = E# Ganzes H = Cb Ganzes C = H#
Unterscheidung zwischen ganzen und halben Noten
Es gibt verschiedene Wege herauszufinden, ob die Töne, die du spielst ganze, # oder b sind. Zum einen ist auf dem Notenblatt zwischen dem Notenschlüssel und dem Takt ein # oder b Symbol, wenn durch das ganze Stück hindurch eine bestimmte Note als halber Ton gespielt werden soll. Gibt es dort z.B. ein # auf der C-Linie, wird durch das ganze Stück hindurch ein C als Cis gespielt, es sei denn, es wird einmalig durch ein Aufhebungszeichen wieder als C gekennzeichnet.
Ist dort ein b z.B. auf der H-Linie, wird das H durch das ganze Stück als b gespielt, solange kein Aufhebungszeichen verwendet wird.
Es kann auch mehrere Zeichen auf einmal geben, dann müssen alle gekennzeichneten Töne entsprechend gespielt werden.
Die andere Möglichkeit ist, eine einzelne Note innerhalb des Stücks mit # oder b zu kennzeichenn, wenn dies nur einmalig in einen Halbton umgewandelt werden soll.
Alle nicht gekennzeichneten Noten sind ganze Noten.
Noten lesen
Manche Personen sind in der Lage, Musik nach Gehör zu spielen. Wenn du nicht zu denen gehörst, solltest du auf jeden Fall lernen, Noten zu lesen.
Allgemein gesprochen gibt es fünf Linien in einer Reihe. Das mittlere C befindet sich auf einer gedachten Hilfslinie unterhalb der untersten Linie. Von dort aus zählst du die ganzen Töne D E F G A H C usw., wobei immer eine Note auf der Linie und eine Note zwischen den Linien ist. Wenn du nun alle ganzen Töne durchzählst, ist die Note, die auf der obersten Linie liegt ein G, ein hohes G.
Die Übersetzung der Zeichen auf dem Notenblatt
Üben
Nur durch ständigen Üben kannst du dein Spielen verbessern. Hab dabei ein wenig Geduld mit dir, wenn manches nicht gleich klappt. Das Rezept ist, nur dann zu üben, wenn du in der richtigen Stimmung bist. Am Anfang fängst du am besten erst mit einer Hand, und zwar der rechten Hand an. Die rechte Hand spielt die Melodie. Später kannst du die linke Hand für die Begleitung dazu nehmen, wenn du etwas sicherer geworden bist.
Unterricht nehmen
Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, zu sehr in die Details zu gehen. Dieser Bericht ist als Anregung gedacht. Wer darüber hinaus mehr Wissen erlangen will wie Tonleitern oder Feinheiten des Klavierspielens sollte Klavierstunden nehmen.
Unterrichtsstunden schrecken manche allerdings ab und verwandeln ein Hobby, das Spaß machen soll in eine Pflicht. Wenn du nur für dein eigenes Vergnügen und nach deinem Gefühl spielen willst, reicht es vollkommen aus, dir das Klavierspielen selbst beizubringen. Auf diese Weise kannst du garantiert das spielen, was du willst.
Also dann viel Spaß beim Musik machen!
|