
Das kennen wir alle: Die neuen Schuhe werden eingelaufen oder wir gehen auf eine Wanderung und plötzlich fängt es an der Ferse an zu brennen, der Anfang einer Blase.
Bei ungewohnter Belastung oder zu engen oder harten Schuhen löst sich die oberste Hautschicht von den anderen Hautschichten ab. Es bildet sich ein Hohlraum dazwischen, der sich mit Gewebewasser füllt. Die Haut wird gerötet und wölbt sich. Dabei werden Nerven gereizt, die das Brennen und den Schmerz verursachen.
Ein Weiterlaufen mit einer Blase kann sehr schmerzhaft werden und Tage dauern, deshalb sollte man die Wunde besser so schnell wie möglich behandeln.
Eine geschlossene Blase sollte man nicht aufstechen, denn dort können Keime in die Wunde eindringen und eine Infektion hervorrufen. Am besten ist es, ein spezielles Blasenpflaster (in Apotheken erhältlich) aufzukleben, die ein weiches mit Gel gefülltes Inneres haben, welches die gereizte Haut feucht hält und die Blase schneller heilen lässt. Die wunde Stelle wird außerdem vor Schmutz und Bakterien geschützt und erleichtert das Gehen.
Sollte sich die Blase durch die Reibung bereits geöffnet haben, muss die Wunde erst einmal gründlich gesäubert und desinfiziert werden. Dafür nimmt man am besten Jod (Betadine) oder Octenidin. Man tupft die Stelle mit einer Mullkompresse trocken und klebt anschließend das Blasenpflaster auf.
Fängt die Blase an zu eitern und gelbe Flüssigkeit tritt aus, sollte man lieber einen Arzt aufsuchen, denn es kann sich um eine Infektion handeln, die später zur Blutvergiftung führen kann.
Der Arzt kann die Blase mit sterilen Instrumenten aufstechen und die eitrige Flüssigkeit herausdrücken.
Vermeidung von Blasenbildung
Die Hauptursachen von Blasenbildung am Fuß sind zu enge oder noch nicht eingetragene Schuhe, Sockenfalten oder schwitzende Füße.
Wichtig ist, beim Kauf neuer Schuhe darauf zu achten, dass die Zehen genug Platz haben und der Schuh nicht drückt. Jeder neue Schuh sollte langsam eingetragen werden, um den Fuß daran zu gewöhnen bzw. das Material des Schuhs an den Fuß anzupassen.
Die Socken sollten nicht zu groß sein, um keine Falten zu bilden, an denen Reibung entstehen kann. Es gibt anatomisch geformte Socken, die sich der Fußform individuell anpassen. Socken sollten außerdem aus atmungsaktivem Material bestehen, um die Feuchtigkeit nach außen zu transportieren und einen Hitzestau zu verhindern.
Wenn sie spezielle Problemzonen haben, können sie beim Einlaufen der Schuhe vorbeugend ein Pflaster auf die betreffende Stelle kleben.
Um Füßen auch mal Erholung zu gönnen und Luft heranzulassen, sollte man in der Wohnung die Schuhe ausziehen und entweder leichte Hausschuhe tragen oder rutschfeste Socken mit Noppen.
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