im Wissen schwimmen, triefend clever herauskommen

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Wie verkauft man ein Haus ohne Makler

 

for sale schild

Wenn man ein Haus oder ein Grundstück zu verkaufen hat, stellt sich für viele oft die Frage, ob man besser einen Makler zu Rate zieht oder nicht. Sicher, der Makler hat eine Menge Kunden, aber er steckt auch eine gehörige Portion des Kaufpreises als Kommission ein. Und außerdem gibt es Kunden, die bewusst nicht durch einen Makler gehen wollen, um ihrerseits nicht das Gefühl zu haben, zuviel zu bezahlen.

Es hat also durchaus beides seine Vor- und Nachteile. Sie müssen allerdings bereit sein für den gesparten Anteil etwas mehr Arbeit zu tun. Lesen Sie weiter.

Ein Grundstück, dass für 300.000 € verkauft wird, kostet den Verkäufer und den Käufer bei 3,48 % Prozent Maklergebühr (in der Regel zahlbar durch den Verkäufer plus noch einmal 3,48 % zahlbar durch den Käufer) jeweils 10440 €. Das ist schließlich eine Menge Geld.

Sie könnten natürlich den Preis des Hauses um 10.000 € erhöhen, so dass Sie immer noch den gleichen Gesamtgewinn übrig behalten, doch viele potentielle Käufer wissen das und drücken den Preis oder suchen gar nicht erst bei einem Makler. Sie entschließen sich also, ihr Haus lieber allein zu verkaufen und stellen ein Schild auf, „Direktverkauf durch Besitzer“, und ziehen so die Leute an, die ihrerseits die 10.000 € sparen wollen.

Bevor Sie das Haus auf den Markt bringen, sollten Sie es so attraktiv wie möglich für den potentiellen Käufer machen. Der erste Eindruck zählt. Das heißt, es ist am Wichtigsten, dass es von außen Tipptopp aussieht. Die allgemeinen Regeln dabei sind:

* Kein Schutt oder Müll soll herumliegen
* Der rasen sollte gemäht sein
* Der Zaun gestrichen oder gereinigt
* Kein Auto in der Einfahrt geparkt lassen

ähnliche Regeln gelten selbstverständlich auch für innen, aber nur sekundär. Ein Haus, dass von außen gepflegt aussieht und innen heruntergekommen wirkt auf den Käufer wie ein wertvolles Haus, dass innen ein bisschen Pflege braucht. Umgekehrt wirkt ein außen heruntergekommenes Haus mit frisch renoviertem Inneren wie ein ungepflegtes altes Haus, dass innen ganz gut in Schuss ist.

Innen sollte man es nicht übertreiben und ruhig den persönlichen Touch bestehen lassen. Dadurch wirkt der Wohnraum ansprechender.

Es ist nicht ratsam, größere Probleme wie einen Riss in der Mauer zu kaschieren, denn der Käufer wird das unweigerlich sehen. Wenn Sie es nicht vor dem Verkauf reparieren lassen, ist es besser, den Käufer direkt darauf aufmerksam zu machen, bevor er aufgrund dessen versucht, den Preis herunterzuhandeln.

Wenn Sie gerade in dem Haus wohnen, dass Sie zu verkaufen gedenken, vergessen Sie nicht, vor dem Verkauf die notwendigen Formalitäten mit der Bank für den Kauf eines neuen Heims zu erledigen, um die Übergangsphase zu beschleunigen. Schließlich wissen Sie nicht, wie schnell sich Ihr Haus verkaufen wird.

Das gilt ebenfalls für den Kauf Ihres neuen Hauses. Sehen Sie sich rechtzeitig um und werden Sie sich klar darüber, wonach Sie suchen wollen.

Was den Verkaufswert des Hauses angeht, stellen Sie Nachforschungen an, wofür ähnliche Grundstücke in Ihrer Gegend verkauft werden. Die Faustregel ist, dass Immobilien in 10 Jahren ihren Wert verdoppeln. Das ist eine starke Verallgemeinerung, aber es ist ein Anhaltspunkt. Wenn Sie also vor 15 Jahren Ihr Haus für 200.000 € gekauft haben, sollte es jetzt etwa 500.000 € wert sein, wenn es sich in ähnlichem Zustand befindet. Wie gesagt, trotzdem sollten Sie prüfen, wofür Ihre Nachbargrundstücke momentan auf dem Markt sind.

Kalkulieren Sie vorher, wieviel Geld Sie an die Bank zurückzahlen müssen, falls das Haus noch belastet ist, und wieviel Sie realistisch für Gebühren, Steuern, Anwaltskosten aufwenden müssen, damit Sie am Ende mit einem Gewinn dastehen.

Ihr Verkaufspreis richtet sich auch danach, wie eilig Sie es mit dem Verkauf haben. Je eiliger Sie es haben, umso mehr können Sie es als „Schnäppchen“ unter Marktpreis anbieten. Haben Sie es nicht so eilig, lassen Sie den Preis ruhig realistisch.

Kommen wir nun zur Werbung. Sie sollten auf jeden Fall ein Schild vor dem Haus aufstellen, das ist statistisch gesehen am effektivsten. Geben Sie hier ruhig ein bisschen mehr aus, als ein Stück Pappe, denn auch das gehört mit zum 'ersten Eindruck'. Heutzutage kostet es nicht mehr viel, einen digitalen Druck in angemessener Größe aufzustellen. Das wirkt professioneller.

Die Anzeige in der Zeitung ist inzwischen vom Internet überholt worden. Es kostet maximal 25 € pro Monat (billiger für längere Zeit) die Immobilie auf Seiten wie ImmobilienScout24.de zu bewerben, dass einen hohen Kundenverkehr hat. Der Makler benutzt in der Regel die gleiche Methode, findet also die gleichen Kunden. Im Internet können Sie Ihr Objekt auch besser beschreiben und Fotos mit einsetzen.

Da Sie die Interessenten selbst herumzeigen müssen, richten Sie sich nach den Kunden, nicht umgekehrt. Lassen Sie die Kunden nicht lange warten, sonst werden Sie ungeduldig.

Lassen Sie die Interessenten weitgehend in Ruhe beim Anschauen. Seien Sie nur für Fragen verfügbar. Zu aufdringliche Verkäufer vergraulen Ihre Kunden. Niemand möchte sich bedrängt fühlen.

Ein ernsthaft interessierter Kunde wird höchstwahrscheinlich mehrere Male zur Ansicht kommen wollen und sich eventuell auch einen Gutachter mitbringen. Seien Sie darauf vorbereitet. Was die Verhandlung des Endpreises angeht, liegt es allein an Ihnen, wie flexibel Sie sind. Vielleicht setzen Sie den Preis ein bisschen höher an als das, was Sie haben wollen, damit Sie dem Käufer entgegenkommen können. Seien Sie aber nicht zu gierig, denn wenn das Haus einen günstigen Eindruck macht, werden viele Kunden gar nicht erst anfangen zu verhandeln.

Hat sich ein Käufer gefunden, schließen Sie am besten einen Vorvertrag ab. Reden Sie darüber mit Ihrem Anwalt. Es ist besser, auf der sicheren Seite zu sein und dafür ein wenig mehr zu investieren.

Danach ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Sie sich beim Notar wiedertreffen und den offiziellen Kaufvertrag unterzeichnen.

Jetzt können Sie sich auf die Schulter klopfen.
 
 
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