Share/Bookmark
Hand mit Geldscheinen Euro
Manchmal ist es schwierig, sein Geld zusammen zu halten, denn zu viele Verlockungen warten auf uns, wir brauchen dafür nicht einmal das Haus zu verlassen und in den Dschungel der Einkaufszentren, Supermärkte und Boutiquen einzutauchen.  Die Angebote kommen ganz alleine zu uns, über das Fernsehen, das Internet, Telefon, Prospekte, oder ganz klassisch, Vertreter, die an unserer Haustür klingeln.

Wie schafft man es also trotzdem, den Verlockungen zu widerstehen und am Ende des Monats schwarze Zahlen zu schreiben, oder wenigstens nicht weitere Rote verursacht zu haben?

Die Antwort ist nicht in einem Satz gesagt, aber ein Satz ist die goldene Regel, die über allen Dingen steht:  gebe nie Geld aus, dass du noch gar nicht verdient hast!

Das bedeutet, dass man sich mit einer alten, fast vergessenen Tradition wieder anfreunden sollte:  dem Sparen, für Dinge, die man gerne hätte.

Habe ich die 1.687€ für den tollen Flachbildfernseher auf dem Konto und keine absehbaren Ausgaben, die diese Summe minimieren könnten, so kann ich in den Laden gehen und ihn mir leisten!

Habe ich das Geld nicht, so bedeutet dies entweder, dass ich mir für die Abzahlung einen Kredit besorgen muss, der dann jeden Monat abgezahlt werden muss, oder, dass ich mir das Geld sonstwo leihe, was denselben Effekt hat.

Die cleveren Geschäftsleute machen es heutzutage einfach wie noch nie, alternative Finanzierungsmethoden anzubieten, die Kreditwürdigkeit wird dabei kaum überprüft, es reicht, wenn man ein Einkommen nachweisen kann.

Dass dieses Vorgehen in eine Schuldenfalle führen kann, ist allseits bekannt.  Dass man sich aber schneller in der Schuldenfalle befinden kann, als einem lieb ist, wird den meisten erst bewusst, wenn es zu spät ist.

Es stimmt, dass so manch einer eine Anschaffung unter keinen Umständen leisten könnte, wenn er dafür keinen Kredit bekäme, weil er sonst viel zu lange sparen müsste, um irgendwann das Geld dafür bereit zu haben.

Wenn es Ihnen jedoch darum geht, Geld zu sparen, dann sollten Sie trotzdem in erster Linie davon absehen, welches auszugeben, dass sie noch nicht besitzen.  Genau dieses ist ja der Fall bei Finanzkaufverträgen.  Sie verpflichten sich, monatlich auf bestimmte Zeit einen bestimmten Betrag zu entrichten.

Was passiert aber, wenn Sie in einem Monat eine unvorhersehbare Rechnung bezahlen müssen, sagen wir, weil z.B. die Waschmaschine kaputt ist und eine Neue her muss?

Sie werden nicht beides bezahlen können und nehmen eventuell noch einen neuen Kredit auf, denn die Waschmaschine brauchen Sie dringend.

So bleibt ihnen monatlich noch weniger Geld zum Leben und Sie beginnen eventuell, sich Sorgen zu machen.  Das Leben mit dem neuen Fernseher und der neuen Waschmaschine könnte so schön sein, ist es aber nur bis zu dem Punkt, an dem die Abzahlung ihnen nicht schwer fällt.

Zurück also zum anfangs erwähnten Tipp.  Hätten Sie Geld für den Fernseher angespart und die Waschmaschine geht kaputt, so wäre die Waschmaschine bezahlbar gewesen, der Fernseher allerdings etwas weiter in die Ferne gerückt.  Ihr alter Fernseher funktioniert aber noch perfekt, ist lediglich kleiner als sie es gerne hätten.  

Ist dies ein sehr großes Problem?  Seien sie doch einmal ehrlich und antworten Sie mit „nein“.

Fragen Sie sich also:  „welche Situation kann für mich zum Problem werden?  Die Antwort dürfte klar sein!

Worauf wir hier hinaus wollen, ist, dass wir alle heute viel zu abhängig von unseren Verlangen und Begierden sind.  Wir riskieren es, uns zu verschulden, um Dinge zu kaufen, die wir nicht unbedingt sofort oder notwendigerweise brauchen.

Um sparen zu können, müssen wir also zuerst lernen, dieses Verlangen zu zügeln und nicht sofort nachzugeben, wenn uns die Verlockung überrumpelt.  Genau darauf legen es die Verkaufsprofis an.

Alle diejenigen, die sagen, sie müssten sparen, meinen damit eigentlich, dass sie nicht so viel Geld ausgeben dürften, denn sie geben meist mehr aus, als sie eigentlich monatlich zur Verfügung haben würden, da sie Beträge offen lassen, die darüber hinaus gehen.

Der Konsum ist bei vielen zur Sucht geworden, sie können und wollen nicht mehr widerstehen.

Aus einer Sucht kommt man erst heraus, wenn man sich darüber im klaren ist, dass man süchtig ist.  Danach heißt es, Mittel und Wege zu finden, um dies zu tun.  Die Willenskraft, die dazu notwendig ist, können Sie nur bei sich selbst finden, egal wie ermahnend, erniedrigend, ernüchternd, oder gemein das klingen mag, es geht nicht anders.

Versuchen Sie es mit kleinen Schritten, sparen Sie zunächst kleine Beträge an, die Sie nach Ablauf eines gewissen Zeitraums dann für Anschaffungen nutzen.  Mit der Zeit werden Sie feststellen, dass die Käufe keine Schuldgefühle mehr auslösen werden und Sie sich viel mehr an den gekauften Dingen erfreuen können, als zuvor.

Weiterer positiver Nebeneffekt wird sein, dass Sie sich nicht mehr unter Zwang fühlen und das Sorgenpaket kleiner wird, was wiederum generell mehr Lebensqualität bedeutet.

Trackback(0)
Kommentare (0)add comment

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy


Ähnliche Hilfe / Beratung: