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Zahnpflege ist wichtig, auch schon für Babys und Kleinkinder. Doch die Kinder wissen das nicht und wehren sich meist am Anfang gegen das Zähneputzen. Wie pflegt man die Zähen von kleinen Kindern?
Zähne sind zwar nicht lebensnotwendig, wir können auch ohne sie Nahrung zu uns nehmen, jedoch gibt es wenige Menschen, die sich mit Pürrees und Suppen zufrieden geben würden.
Das Auge isst mit, aber auch der Kiefer will trainiert werden. Das Kauen bewirkt zudem, dass Enzyme schon im Mund angeregt werden und die Verdauung fördern, es möglich machen, dass Vitamine und Mineralstoffe vom Körper aufgenommen werden können und nicht zuletzt werden durch das Kauen Signale an den Magen gegeben, um das Sättigungsgefühl zu steuern.
Zähne sind also sehr nützlich und ihre Pflege in diesem Sinne höchst notwendig.
Wann beginnt man also mit der Zahnpflege, schon im Babyalter oder erst wenn das Kleinkind mit am Familientisch sitzt und isst? Zahnärzte raten, schon ab dem ersten Zahn eine korrekte Zahnpflege durchzuführen.
Das kann sich in der Praxis allerdings schwierig gestalten, denn bekanntlich bekommen Babys meist die ersten Zähne ab dem 5. oder 6. Lebensmonat, manche noch frühzeitiger, andere erst etwas später. Trotzdem haben sie alle gemeinsam, dass sie weder am Waschbecken stehen können, noch die Zahnpflege als etwas Notwendiges ansehen werden. Folglich kann es notwendig sein, den Kleinen mit Tricks überhaupt erst in den Mund schauen zu können.
Als Vorbereitung auf das Zahnputzritual, sollte man die Neugierde des Sprösslings wecken und ihn häufig dabei zuschauen lassen, wie man selbst die Zahnbürste im Mund walten lässt.
Nun kann man bei den ersten Zähnchen beginnen, mit einem feuchten Wattestäbchen an den Zähnen entlang zu fahren, um somit Säuren etwas zu neutralisieren.
Wenn das Baby sie selbst halten kann, sollte er oder sie seine eigene Zahnbürste für die ersten Eigenversuche bekommen, wobei man am besten etwas alleine probieren lässt, um dann später selbst noch einmal gründlich nachzuputzen.
Zahnpasta – ja, nein, welche?
Hier kann man geteilter Meinung sein, Zahnärzte fordern, dass einmal am Tag, also abends, mit einer für Kinder geeigneten Zahnpasta geputzt werden sollte. Jedoch gibt es auf diesen Produkten oft Verweise, dass sie vor dem 2. oder 3. Lebensjahr nicht angewendet werden sollten.
Dies hängt vor allem mit den Inhaltsstoffen zusammen, die im Magen angelangt, Schaden anrichten können.
Es gibt aber auch Produkte, meist aus dem Bioladen, die schon für Babys geeignet sind und keine Tenside, also aufschäumende Stoffe, beinhalten und frei von Konservierungsstoffen usw. sind. Diese können ohne große Bedenken verschluckt werden.
Das Mundausspülen sollte trotzdem gleichzeitig eingeübt werden, zunächst indem Vater oder Mutter mit der Hand etwas Wasser in den Mund spült und das Baby zum Ausspucken animiert.
Die Zahnbürste
Die richtige Zahnbürste sollte weich und mit kurzen, abgerundeten Borsten sein, denn das Zahnfleisch kann durch harte Bürsten zu sehr gereizt werden.
Elektrische Zahnbürsten sind auch schon für Kinder empfehlenswert, da sie sicherstellen, dass die Putzbewegungen korrekt ausgeführt werden.
Noch einige nützliche Tipps
Karies kann von einem Mund zum anderen übertragen werden, denn die auslösenden Bakterien haften an Löffel und Gabel fest, daher empfiehlt es sich, das Kind stets mit eigenem Besteck essen zu lassen.
Zahnprobleme entstehen nicht nur durch falsche Zahnpflege, sondern auch durch schlechte Gewohnheiten. Dauernuckeln an Flaschen ist schädlich, bei Säften wegen der Kariesgefahr, bei Kindern über 3 Jahren, weil sich der Kiefer verformen kann.
Dauerhaft nur auf einer Seite zu schlafen, kann ebenfalls schlimme Folgen haben, denn Kieferverschiebungen können entstehen, die Zähne und Zahnwachstum beeinträchtigen.
Süßes sollte nicht als Letztes gegessen werden, denn dann können keine anderen Nahrungsmittel mehr das Reinigen der Zähne übernehmen.
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