
Wenn ihr Baby zu sprechen beginnt, so ist dies eine der aufregendsten Neuerungen, die Sie miterleben werden. Gespannt erwartet man die ersten erkennbaren Worte, wie „Mama“ und „Papa“, die nicht immer sofort die Person bezeichnen, Eltern aber dennoch stolz machen.
Die sprachliche Entwicklung Ihres Kindes wird von nun an stetig weiter voranschreiten und Sie können viel tun, um diese selbst anzuregen.
Dabei ist wichtig, als Elternteil nicht zu übereifrig den Kleinen schon jetzt einen Leistungsdruck aufzubürden, denn dies ist alles andere als hilfreich.
Das Baby legt sein eigenes Tempo vor und es bringt nichts, sein Können mit dem eines anderen gleichaltrigen Kindes zu vergleichen und es so anzuspornen.
Vielmehr sollte man genau auf das, was ein Baby sagt, eingehen, denn oftmals bemerkt man nicht, dass es durchaus schon in der Lage ist, kleine Konversationen zu halten, die Sie stimulieren können.
Führen Sie kleine Spielchen und Rituale ein, die das Baby schnell nachahmen wird und es erkennen lassen, dass es schon viel gelernt hat. So können Sie zu verschiedenen Worten Gesten einführen, die es nachahmen kann und bald werden Sie feststellen, dass es mit einstimmt, sobald Sie mit dem bekannten Ritual beginnen.
Beispiele:
Augen, Ohren, Nase und Mund in derselben Reihenfolge einmal bei sich selbst, dann beim Baby antippen und das Wort deutlich aussprechen. Zu Anfang können Sie die kleinen Finger des Babys noch führen, um mit ihm die Reihenfolge zu erlernen, bald wird es dies selbst können.
Einen Satz beginnen, z.B. um ein Tier zu benennen, das man im Bilderbuch sieht und die falsche Antwort geben, damit das Baby Sie korrigieren kann: „Welches Tier ist das denn? Ah, das ist ein Hund, ach nein, das ist eine... Katze.“ Wenn das Baby die Worte beherrscht, wird es den Satz richtig beenden.
Vom Wort zum Satz
Babys beginnen zunächst, einzelne Worte zu wiederholen, meist diejenigen, die sie am meisten in ihrem Umfeld hören, später immer mehr Begriffe, die für ihre Kommunikation wichtig sind.
Dabei fehlen oft die einen oder anderen Buchstaben und Laute, die es nach und nach auszusprechen lernt. Ihr Beispiel ist wichtig, so sollten Sie stets versuchen, deutlich und eher langsam zu sprechen und dem Baby auch die Gelegenheit geben, Ihre Mundbewegungen beim Sprechen zu verfolgen.
Nach zunächst nur einzelnen Worten beginnt das Baby, Zweiwortsätze zu artikulieren, dann diese zu differenzieren und die Aussprache zu verbessern, bevor es ein weiteres Wort hinzufügen kann. So entwickeln sich die Sprachstufen über sehr einfache zu immer komplexeren Gefügen, jedoch kann dieser Prozess von Kind zu Kind unterschiedlich lange dauern.
Werden Sie nicht ungeduldig und korrigieren Sie nicht zu direkt, besser ist es, einfach noch einmal alles zu wiederholen, was das Kind gesagt hat, damit es Aussprache und Struktur mit ihrem Beispiel vergleichen kann, ohne das Gefühl zu haben, etwas falsches gesagt zu haben.
Direkte Kritik, wie „das ist falsch“, „so sagt man das nicht“ usw. ist weniger förderlich als „ja gut, das ist deine Ta-sse“.
Gegen Sie so viele Anreize wie möglich, das sprachliche Wissen anzuwenden, fragen Sie viel „wie heißt das hier?“ und schauen Sie verschiedene Bilderbücher an. Aber auch auf dem Spielplatz und im Kontakt mit anderen gibt es immer wieder Möglichkeiten, den Kindern Worte zu entlocken, Sie müssen sich lediglich immer wieder auf die Anregung besinnen.
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