
Vielleicht haben Sie nach einigen misslungenen Versuchen fast schon die Hoffnung aufgegeben, auch zu Hause ein richtig saftiges, innen rosiges, außen appetitlich angebratenes Steak aus der Pfanne zu zaubern.
Dass dies gar nicht so schwierig ist, wird man feststellen, wenn man einige Tipps bei der Zubereitung beachtet.
Die Qualität des Fleisches steht an erster Stelle, denn auch bei noch so gut bedachter Zubereitung, wird ein Stück Fleisch von schlechter Qualität, das nicht besonders frisch in die Pfanne gelangt, einfach keine guten Ergebnisse und Gaumenfreuden erzielen können.
Fleisch, besonders ein gutes Stück, ist teuer, trotzdem sollte man lieber etwas mehr ausgeben, als immer noch sehr viel Geld für ein schlechtes Stück bezahlt zu haben, das einem die Freude am Fleischessen verdirbt.
Am besten bezieht man das Fleisch von einem Fleischerbetrieb des Vertrauens, wenn Sie noch keinen haben, sollten Sie sich bei Freunden oder Verwandten danach erkundigen. Zwar sollte man die Ware, die in Supermärkten angeboten wird, nicht ohne Ausnahme ablehnen, dennoch besteht hier mehr Gefahr, dass das Fleisch eine schlechtere Qualität besitzt, der Preis jedoch unwesentlich billiger ist als vom Fleischerfachbetrieb.
Was bedeutet „Fleisch gut abhängen lassen“?
Zubereitung
Bei einem Steak versucht man im Normalfall, dass dieses außen gebräunt und innen noch rosig erscheint, der eine mag es mehr, der andere weniger durch. Die Hitze beim Anbraten ist wichtig und muss relativ hoch sein, bevor man das Fleisch in die Pfanne gibt.
Zum Anbraten eines Steaks eignen sich vor allem Fette und Öle, die man stark erhitzen kann, wie z.B. Pfanzenfett, Raps-oder Olivenöl. Butter, Margarine und Co. sind nicht geeignet, da sie verbrennen.
Auch Gewürze wie Pfeffer verbrennen beim Anbraten und werden erst später hinzugegeben, ebenso das Salz, das sonst Wasser ziehen würde.
Die Pfanne sollte aus Gusseisen sein, oder aus Edelstahl, um die richtige Hitze zum Anbraten erreichen zu können. Haftbeschichtete Pfannen kann man zwar zur Not ebenfalls verwenden, sie sind aber weniger geeignet, da sie die sehr hohen Temperaturen nicht gut vertragen, denn die Beschichtung wird dabei zerstört. Es wird schon aus gesundheitlichen Gründen von den Herstellern davon abgeraten, diese Pfannen zu heiß werden zu lassen.
Bevor man das Steak in die Pfanne gibt, sollte es in etwa Zimmertemperatur erreicht haben, also mindestens eine halbe Stunde zuvor aus dem Kühlschrank genommen worden sein, damit die Ausgangstemperatur vor dem Braten nicht zu niedrig ist.
Ist das Steak einmal in der Pfanne, lässt man es so lange scharf anbraten, bis es sich alleine vom Pfannenboden löst, wenn man die Pfanne etwas schüttelt. (Möchte man das Steak innen fast roh belassen, so muss schon nach 1-2 Minuten gewendet werden.) Nun darf einmal gewendet werden und das Steak verbringt weitere 4-5 Minuten auf dieser Seite bratend. Nach ungefähr zwei Minuten sollte man die Temperatur aber auf die Hälfte reduzieren, damit das Steak nicht verbrennt.
Einen Deckel kann man benutzen, ist aber nicht Voraussetzung. Man sollte ihn auf keinen Fall ganz schließen, denn sonst sammelt sich Wasser im Innenraum an, da der Dampf nicht entweichen kann und das Steak nicht weiter braten würde.
Jeder hat seine Vorliebe, wie gut sein Steak durchgebraten werden sollte, demnach ändern sich auch die Minuten, die es in der Pfanne verbringen sollte. Um zu testen, wie weit das Fleisch gegart ist, kann man die Druckmethode anwenden.
Gibt das Fleisch auf Druck gleich nach, so ist es innen noch eher roh und blutig.
Spannt das Steak auf Druck etwas und gibt wenig nach, so ist es medium durchgebraten und rosig, fühlt es sich auf Druck schon recht hart an, so ist es auch innen gut durch.
Vor dem Servieren
Nach dem Braten in der Pfanne gibt es nun verschiedene Varianten, weiter mit dem Steak fortzufahren:
· Das Steak wird (mit etwas Butter obenauf) in Alufolie gewickelt und vor dem Servieren ca. 5 Minuten darin ruhen gelassen.
· Das Steak wird bei 100 ºC für 10 Minuten in den zuvor auf 150ºC vorgeheizten Backofen gelegt, am besten in der Pfanne selbst.
· Das Steak wird einige Minuten in der Pfanne ruhen gelassen.
Alle drei Varianten haben zum Ziel, dass sich die Muskelfasern des Fleisches nach dem Braten entspannen und der Bratensaft sich im Steak verteilen kann.
Guten Appetit!
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Kommentare (1)

Gerd Fischbach
said:
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... Da mann erst nach dem garen würzen soll, verwende ich nur Flüssiggewürze Gerdlust |
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