im Wissen schwimmen, triefend clever herauskommen

im Wissen schwimmen, triefend clever herauskommen

Einfach Englisch Kostenloses Englisch Lehrbuch
Ernährungsirrtümer?
3 rohe Moehren, ist Rohkost ungesund?
Im Laufe seines Lebens lernt der Mensch sehr viel über sich und die Welt und wie er sein Leben gestalten sollte.  Je nach Kulturkreis, Bildungsstand und Forschungsstand, sind diese Dinge jedoch verschieden und immer wieder schleichen sich Fehler ein, die sehr schwer zu korrigieren sind.

So verhält es sich besonders mit dem Thema Ernährung.  Befragt man verschiedene Völker dazu, so wird man eventuell ähnliche Antworten bekommen, so lange diese sich auf einer generellen Ebene befinden, z.B. weiß man überall auf der Welt, dass Obst und Gemüse Vitamine enthalten und wichtige Bestandteile unserer Nahrung sein sollten.

Fragt man aber genauer nach, so werden die Meinungen auseinander gehen, denn Empfehlungen hängen auch immer von den Gewohnheiten ab und diese sind bekanntlich regional sehr, sehr unterschiedlich.

Auch halten sich Irrtümer hartnäckig aufrecht und werden selbst nach Widerlegung durch die Wissenschaft weiter verbreitet, oder stiften Verwirrung, denn zu viele gegensätzliche Informationen verunsichern.  Da es viele verschiedene Quellen gibt, aus denen man heutzutage Informationen schöpfen kann, wächst auch die Verunsicherung, darüber, wie verlässlich die Informationen sind.

Das Problem ist also nicht der Mangel an Information, sondern der Mangel an zuverlässigen Informationsquellen.  Werden Fehler unbesehen und unkorrigiert weiter verbreitet, so trägt dies dazu bei, dass unsere Verunsicherung noch größer wird.

Für den Bereich der Ernährung hat dies besonders große Folgen, denn wir alle müssen jeden Tag Nahrung aufnehmen und von ihr hängt zu einem großen Teil ab, in welchem Zustand wir und unser Körper uns befinden.

Sünde findet sich demnach heute eher im Zusammenhang mit dem Essverhalten, als mit Religion, denn mit Sündigen ist oft gemeint, dass wir einmal mehr alle Regeln der gesunden Ernährung beiseite geschoben haben und Leib und Seele mit dem Genuss von zu vielen, zu süßen, zu fettigen, oder zu fertigen Speisen befriedigt haben.

Ist denn all dies wirklich so schlecht und ungesund?  Diese Frage wird wahrscheinlich nie für alle zufriedenstellend beantwortet werden können.  Es hängt davon ab, wen man dazu befragt!

Aber dennoch gilt es, bestehende Irrtümer aufzudecken und den Menschen mehr zuverlässige Informationen anzubieten.

So ist eines der allergrößten Irrtümer, dass man sich der gesunden, ausgewogenen Ernährung zu Liebe nichts mehr gönnen darf, womit gewisse Lebensmittel immer tabu sein müssen und Esssünden sich sofort heimzahlen werden.

Wahr ist, dass ein Zuviel an bestimmten Lebensmitteln, also z.B. das negativ behaftete „Fast Food“, oder eine einseitige, vitaminarme Ernährung krank machen und die Körperfunktionen stören.

Wahr ist aber genauso, dass dies auch übermäßiger Verzehr bestimmter „gesunder“ Lebensmitteln tun können.  Als Beispiel kann man die schwer verdauliche Rohkost oder sehr ballaststoffreiche Müslis und Brote anführen, die für den Verdauungsapparat eine große Belastung bedeuten und unerwünschte negative Effekte mit sich ziehen können, z.B. Magendrücken und Verdauungsprobleme, oder sogar Reizung der Darmschleimhäute, schmerzhafte Blähungen, Durchfall oder Verstopfung.

Was nützt es also, wenn ein vermeintlich gesundes Produkt ständig seinen Verzehr mit unangenehmen Nebenerscheinungen quittiert, fühle ich mich dann gesünder? Wohl kaum.

So sollte man sich bei dem herrschenden Gesundheitswahn seiner körpereigenen Bedürfnisse entsinnen, die nicht unbedingt nach Müsli schreien, die in bestimmten Phasen auch einmal ein Mehr an Kalorienzahl bedeuten können.  Auch dem Verlangen nach „verbotenen“ Speisen darf man hin und wieder nachgeben, die der Körper aus Gründen einsetzt, denen man durchaus Beachtung schenken sollte.

Erinnern sollten wir uns auch daran, dass Light-Produkte eine Erfindung der Hersteller sind, die es zu vermarkten gilt.  Die Idee ist gut, aber genauso wie „light“ einen Effekt auf unseren Geldbeutel hat, wo man, statt viel zu bekommen, oft nur viel dafür ausgibt, reagiert auch der Körper unter Umständen damit, dass er das Weniger an Fett an anderer Stelle auszugleichen versucht, um an seinen Minimalbedarf an Kalorien zu gelangen.

So sollte man versuchen, in erster Linie sich so zu ernähren, dass das schlechte Gewissen so wenig wie möglich plagt, dies aber in beide Richtungen gehend verstanden werden, also weder ein solches entwickeln, wenn man einmal ein Marmeladenbrötchen, statt Müsli gefrühstückt hat, noch durch das ständige Vorziehen der fetten Pommes Frites den Pellkartoffeln.

Gesunder Menschenverstand fördert also auch den gesunden Körperverstand, lassen Sie sich dadurch nicht von der Werbung beirren.
 
 
Joomla 1.5 Templates by Joomlashack